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Kultur Kieler auf dem Weg zur Elbphilharmonie
Nachrichten Kultur Kieler auf dem Weg zur Elbphilharmonie
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13:13 19.10.2018
Von Ruth Bender
Busabfahrt am Ostseekai zur Elbphilharmonie, großer Andrang, rund 1000 Kulturfreunde lassen sich zum Benefizkonzert für die Rettung des Kieler Konzertsaals nach Hamburg chauffieren. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Einige fahren am Mittwochnachmittag selbst mit dem Auto zur Elbphilharmonie. Aber rund die Hälfte nutzt das Angebot des Vereins der Musikfreunde Kiel, mit einem der gecharterten Busse das Event ganz entspannt zu beginnen. Eine logistische Meisterleistung.

In den Bussen herrscht derweil allerbeste Laune. Die meisten Mitreisenden kennen sich eh von den Kieler Konzerten. Unterhaltungsthemen gibt es zudem genug. Wer war schon in der Elphi? Wie schnell kann das Kieler Schloss renoviert werden? 

„Wir sind neugierig auf die Akustik und wie es sich anhört“, sagen Helga und Jürgen Leistikow und schmunzeln: „Wir haben auf die Gelegenheit gewartet, dass uns jemand mit dem Bus hin und zurück fährt. Und die Organisation klappt ganz hervorragend.“

Elphi statt Garten

Karin Mordhorst wäre am Mittwochmorgen eigentlich lieber in den Garten gegangen („Bei dem Wetter“), ist jetzt aber doch gespannt auf die Elphi: „Wir schlagen doch zwei Fliegen mit einer Klappe: Elphi sehen und etwas Gutes tun für die Sanierung des Kieler Schlosses.“

Derweil haben sich weitere vier Busse gefüllt, drinnen summt und brummt es erwartungsfroh. „Es ist doch eine Freude“, fasst Christiane Strühfink die Stimmung zusammen, „wie hier durch das gemeinsame Wirken ein Besuch in der Elphi möglich wird. Und das tolle Kieler Orchester dort zu erleben.“

Die Spannung steigt

Während sich die Busse langsam auf der A7 Richtung Hamburg quälen und den Stau vor Quickborn umgehen, sind die Kieler Philharmoniker schon fast vor Ort. Kontrabassist Werner Berg (63) und die meisten der rund 100 anderen Philharmoniker sind schon eine Stunde eher in einem der beiden Opernhaus-Busse unterwegs. Sein Instrument genauso wie Schlagzeug, Harfe, Tuben und Posaunen sind da schon lange in der Elphi. Der hauseigene Orchesterwart chauffierte die kostbare Fracht schon am frühen Morgen im Lkw in die Hansestadt. „Noch nie habe ich in der Elbphilharmonie gespielt“, sagt Werner Berg. „Ich bin unglaublich gespannt auf den Klang im Saal.“

Von Quickborn aus nähert man sich im Kilometertakt. Lokstedt, Eimsbüttel, Landungsbrücken - und da ist dann auch die Elphi in Sicht. Auf der Plaza herrscht um 18 Uhr bei 22 Grad Sommerfrische, Selfie-Wetter und über den Kränen im Hafen glüht die Sonne. Und Karin Mordhorst hat mittlerweile auch den Garten vergessen.

Bis zum Beginn ist noch Zeit für einen Aperol Sprizz und ein Selfie als Erinnerung. Die Busfahrer haben ihr eigenes Programm. „Kiez gucken“, sagen einige. Er nicht: Bernd Oppermann (56) hätte auch eine Konzertkarte genommen.

Von Ruth Bender und Kristiane Backheuer

Hier finden Sie weitere Bilder von der Abfahrt am Ostseekai. 
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