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19:38 24.06.2018
Von Konrad Bockemühl
Kulturpreisträger Marko Gebbert und Förderpreisträgerin Alison Balls werden im Kieler Ratssaal eingerahmt von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar (re.) und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (li.). Quelle: Volker Rebehn
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Kiel

Es herrschte beste Stimmung unter Ehrengästen und Theaterleuten. Das dürfte mit der Beliebtheit der beiden Ausgezeichneten genauso zu tun haben wie mit deren launig-persönlicher Charakterisierung durch die beiden Laudatoren.

Sie färbt offenkundig ab, „diese unbändige Lust, Theater zu spielen, kleine Nebenrollen genauso intensiv wie die großen Helden und Antihelden der Weltliteratur“, wie Schauspielkollege Zacharias Preen sie bei seinem Kollegen „Makko“ ausmacht. Dass er zum Publikumsliebling avancierte, sei kein Wunder, „denn er wirft sich mit vollem Körpereinsatz in seine Rollen".

"Makko" sorgt auch für Harmonie im Ensemble

Halbe Sachen macht Marko Gebbert nicht – weder als vielseitiger Schauspieler, als talentierter Allroundmusiker noch als Familienmensch, wie Freund und Kollege Preen in seiner Laudatio betonte. Wie er habe sich „jeder Kollege mit ihm über diesen Preis gefreut“, denn „Makko hat einen großen Anteil an der Harmonie in unserem wunderbaren Schauspielensemble“.

„Ich bin wirklich von der Rolle“ entgegnete der rollenerfahrene Geehrte ergriffen – richtete eine Liebeserklärung nicht nur an seine Frau und seine drei Kinder, sondern auch an Kiel, und bedankte sich bei seinem „Direktor“, Intendant Daniel Karasek. Der habe, das lobte auch Finanzministerin Monika Heinold als stellvertretende Ministerpräsidentin in ihrem Grußwort, „das Theater in Kiel hervorragend platziert“.

Zum dritten Mal geht der Kulturpreis an einen Schauspieler

Der 43-jährige Gebbert, seit 2003 in Kiel engagiert, ist übrigens erst der dritte Schauspieler, der nach Bernhard Minetti (1964) und Heinz Reincke (1983) den 1952 ins Leben gerufenen und heute mit 10000 Euro dotierten Kieler Kulturpreis erhielt. Als Einrichtung wurde 1994 das Polnische Theater Kiel ausgezeichnet.

Mit "hornistischen Siebenmeilenstiefeln"

Der mit 4000 Euro dotierte Förderpreis wurde gestern zum dritten Mal seit 2014 verliehen. Alison Balls (24), erst seit Spielzeitbeginn 2017/18 Solohornistin im Philharmonischen Orchester Kiel, bestreite ihre Karriere mit „hornistischen Siebenmeilenstiefeln“, würdigte ihr erster Lehrer in seiner Laudatio. Malte Mory (Vaihingen an der Enz) sieht seine frühere Schülerin als „Hybridwesen: Mensch und Instrument zu einer Einheit verschmolzen“, und dabei „einen inneren Frieden ausstrahlend“.

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