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Don Clarke beanspruchte die Lachmuskeln

Kieler Schloss Don Clarke beanspruchte die Lachmuskeln

Seit 38 Jahren lebt Don Clarke, englischer Lebemann, nun schon in Deutschland und wird nicht müde seine Mitmenschen mit einer gehörigen Portion britischen Humor zu beglücken. Für sein aktuelles Programm „SEXundSECHZIG“ hat sich Clarke Unterstützung mit ins anständig gefüllte Kieler Schloss gebracht.

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Don Clarke plauderte aus dem Nähkästchen.

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Während Don Clarke im Stand-Up aus dem Nähkästchen plaudert („Ich treibe keinen Sport, da man Pokale ja kaufen kann“) oder mit fragwürdigen Weisheiten glänzt („Wenn wir besoffen sind, dürfen wir alles“), bringen seine Gäste willkommene Abwechslung in den Abend. Da wäre Herr Niels, der als sogenannter Visual Comedian mit lockerem Tanz samt pantomimischen Anrissen für Jubel und Gejohle sorgt.

Der Postbeamte a. D. Hans-Hermann Thielke im Strickpullover mimt dagegen den trocken-humorigen Langweiler, der vergeblich versucht am Leben teilzunehmen und davon drollige Dinge zu berichten weiß. Etwa, wenn durch einen Marder im Motorraum seines Kleinwagens jener zum Naturschutzgebiet erklärt wird oder wenn ihm die Kosten für eine Dose Teppichschaum um eine Kontaktanzeige bringen, die ihm doch eine gut geführte Ehe garantieren sollte.

Gag zündet nicht

Die Pop-Kabarettisten Korff & Ludewig setzen in ihren Liedern mehr auf bizarre Inhalte als auf Alltagshumor. Die besungene Weihnachtstradition einer am Baum zu suchenden Gurke zündet noch nicht. Schwarzhumorige und mit voller Inbrunst gesungene Zeilen wie „ Ich fühle mich wie Jesus, mir tut das Kreuz so weh“ sorgen dann für ein Gemisch aus Raunen und Lachen im Saal, bis Don Clarke mit seiner saloppen Art weiter durch den Abend führt.

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