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Kim Ki-duk und sein drastischer Film "Pieta" in Venedig

Film Kim Ki-duk und sein drastischer Film "Pieta" in Venedig

Mit seinem drastischen Werk "Pieta" könnte der südkoreanische Regisseur Kim Ki-duk beim Filmfestival Venedig gute Chancen auf einen der Hauptpreise haben. Der 51-Jährige stellt dabei einen Geldeintreiber in den Mittelpunkt, der seine Opfer häufig verstümmelt.

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Kim Ki-duk umringt von Autogrammjägerinnen.

Quelle: Daniel Dal Zennaro

Venedig. Als dann eine Frau in sein Leben tritt und behauptet, seine Mutter zu sein, verändert sich der Kriminelle. Kim Ki-duk kreiert eine facettenreiche Geschichte um Moral und Liebe, um die dominierende Jagd nach Geld und die Sehnsucht nach Intimität. Das Werk beschäftigte die Zuschauer beim Filmfest nachhaltig.

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Schauspielerin Cho Min-soo kommt zur Premiere von «Pieta».

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Der Begriff Pietà steht für die Darstellung Marias mit dem Leichnam Jesu und bedeutet auch: Erbarmen, Frömmigkeit, Mitleid. Es sind brutale Bilder, die der südkoreanische Regisseur zu Beginn von "Pieta" zeigt. Arme Geschäftsleute, die zu horrenden Bedingungen bei einem privaten Geldgeber einen Kredit aufgenommen haben und diesen nicht zurückzahlen können, werden von dem Handlanger Kang-do aufgesucht. Er verstümmelt sie so, dass sie nicht mehr arbeiten können - und kassiert deren Versicherungssummen.

Indem er diesen emotionslosen Mann mit dessen angeblicher Mutter konfrontiert, erweitert Kim Ki-duk seinen Film um eine spannende psychologische Ebene. Was wird aus einem Gangster, der bislang nie Gefühle zeigen konnte? Und was will die Frau wirklich von ihm?

Das verbindet der Regisseur, der 2004 für sein poetisches Liebesdrama "Bin-jip" in Venedig mit dem Regiepreis ausgezeichnet wurde, mit zurückhaltenden Beobachtungen zu sozialen und gesellschaftlichen Missständen unserer Gesellschaft, in der Geld so viele Menschen antreibt. Kleine Handwerksbetriebe kämpfen ums Überleben, wer Pech hat, wird an den Rand getrieben.

dpa

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