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Kultur Kimbo Ishii unterzeichnet GMD-Vertrag
Nachrichten Kultur Kimbo Ishii unterzeichnet GMD-Vertrag
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17:18 11.09.2018
Der neue Chefdirigent Kimbo Ishii unterzeichnet am 11. September 2018 im Flensburger Theaterfoyer seinen GMD-Vertrag, vorgelegt von Bühnenleiter Peter Grisebach. Quelle: Martin Ziemer / nordpool
Flensburg

Der Taiwanese Ishii ist seit 2010 GMD in Magdeburg. Dort hatte er nicht noch einmal verlängert, weil er eigentlich in die Lehrtätigkeit wechseln wollte. Jetzt ergebe sich im deutschen Norden „eine unerwartet glückliche Situation“, denn eigentlich, so der Dirigent, gelte man mit 51 Jahren heute schon als zu alt für eine neue GMD-Position. Gut 100 Bewerber auf die ausgeschriebene Stelle von Peter Sommerer hat er überholt, ohne sich zunächst beworben zu haben. Nach einem Sinfoniekonzert und einer Opernvorstellung mit dem Doppel Cavalleria und Bajazzo war der Zuspruch von Orchester, Ensemble, Kritik und Publikum derart groß, „dass es nicht so schwer war zuzusagen“.

Ishii lobt die aufmerksam sensiblen SH-Sinfoniker

Hier habe er bei der Zusammenarbeit gespürt, „dass das Orchester gleich mit Interesse genau das für sich aufgreift, was ich in Magdeburg selber von den Musikern dort gelernt und dann für mich entwickelt habe."

Violinstudium auf höchstem Niveau

Ishii hat bei der wohl berühmtesten US-amerikanischen Streicher-Pädagogin Dorothy DeLay Violine studiert: „Aber dann bekam ich mit 21 Jahren eine fokale Dystonie in der Hand, konnte nicht mehr spielen. Sie hat mir befohlen, Dirigent zu werden ...“

Viel Beethoven zum 250. Geburtstag

Für das Landestheater hat Ishii eine Art Fünf-Jahres-Planung aufgestellt. Die Saisoneröffnung im Konzert steht mit Dvoráks “Aus der Neuen Welt“ und Tschaikowsky Erstem Klavierkonzert und Yuzo Toyama Rhapsody for Orchestra schon fest. Auch dass er zum 250. Geburtstag Beethovens 2020 alle Symphonien und Klavierkonzerte dirigieren will.

Mozart als Liebling in der Oper

In der Oper bewegt sich der Dirigent sehr gerne auf den Verismo, Belcanto mit Rossinis Barbier, auf Puccinis Tosca, Verdis Falstaff und vor allem auf Mozart mit Don Giovanni und Zauberflöte zu. Aber auch Raritäten wie Der Zwerg oder die Florentinische Tragödie von Zemlinsky oder Honeggers Jeanne d’Arc reizen ihn.

www.sh-landestheater.de

Von Christian Strehk

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