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Kultur Kirstin Warschau stellt ihren Kiel-Krimi "Fördewasser" vor
Nachrichten Kultur Kirstin Warschau stellt ihren Kiel-Krimi "Fördewasser" vor
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17:03 10.11.2008
Kiel

In der Landeshauptstadt geht die Angst vor einem Serienkiller um. Kommissarin Olga Island, erst kürzlich von Berlin in ihre Heimatstadt Kiel zurückversetzt, wird mit den Ermittlungen betraut. Kreuz und quer durch die Stadt und die Umlandgemeinden geht die Mördersuche in Kristin Warschaus Krimi

Fördewasser (Piper Verlag), mit dem die gebürtige Kielerin ihr Debüt als Romanautorin gibt.

Wie ihre Chefermittlerin ist sie eine Heimkehrerin. Nach ihrem Studium der Archivwissenschaften arbeitete sie über zehn Jahre als Archivarin in Schleswig-Holstein. "Damals hatte ich weder Zeit, Romane zu lesen, noch selbst zu schreiben", erinnert sie sich. Um die Jahrtausendwende hat sie noch einmal "die Reset-Taste gedrückt" , ging nach Berlin und studierte Psychologie, Pädagogik und Kunst. In der Hauptstadt genoss sie das Kulturleben in vollen Zügen, ging erstmals zu Lesungen und besuchte eine Autorengruppe. Erste Kurzgeschichten entstanden, Verlage zeigten Interesse und ermunterten sie, sich an eine längere Erzählform zu wagen.

Ein erster Romanversuch, angesiedelt im Berliner Stadtteil Neukölln, wurde abgelehnt. Als ihre Lektorin ihr den Rat gab, einen Kiel-Krimi zu schreiben, machte sich Kirstin Warschau nach anfänglichem Zögern ("man möchte ja nicht als Heimatdichterin dastehen") ans Werk. Den entscheidenden Anstoß gab eine "echte" Kommissarin aus Potsdam, die ihr die Angst vor der Recherchearbeit ("man will ja nicht einfach so ins Blaue schreiben") zerstreute. Kirstin Warschau lernte sie im Berliner Filmmuseum kennen, als ihr ein Preis für einen Kurzkrimi verliehen wurde. " Die Kommissarin machte mich auf die Pressestelle der Polizei aufmerksam, wo man mir sicher gern Auskunft erteilen würde." Tatsächlich bekam sie die erhoffte Unterstützung und konnte ihren Kiel-Krimi so mit all jenem Hintergrundwissen anreichern, das nicht aus dem Internet herauszuholen war. Kirstin Warschau nimmt das Genre ernst. Krimi-Komödien mag sie nicht , "schließlich geht es hier um Fragen von Tod, Schuld und Sühne." Neben der Sprache, auf die sie viel Wert legt, ist ihr die Dramatik des Geschehens wichtig. "Die zentrale Person muss einen großen Konflikt durchleben, so dass die Geschichte eine existenzielle Fallhöhe hat." Dem Krimi-Genre fühlt sie sich dabei nicht grundsätzlich verpflichtet. Die Fortsetzung von

Fördewasser ist allerdings schon in Arbeit...

Kirstin Warschau liest am Mittwoch bei Weiland in der Holtenauer Straße 116. Beginn 19.30 Uhr

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