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Kongsberg Kantori aus Norwegen in der Stephanus-Kirche Kroog

Kongsberg Kantori aus Norwegen in der Stephanus-Kirche Kroog Kongsberg Kantori aus Norwegen in der Stephanus-Kirche Kroog

Mit stehenden Ovationen für ihre kraftvolle Interpretation der

Messe in D-Dur, Op.86 von Antonin Dvorak gefeiert, zog am Sonnabend die norwegische Kongsberg Kantori singend aus der voll besetzten Stephanuskirche in Kiel-Kroog aus.

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Kroog. Zuvor hatte das in Reisestärke von 50 Choristen singende Ensemble - in Kongsberg zählt die Kantorei 100 Stimmen -, klug geführt von Leiter Colin Smith, mit seinem mit Energie geladenen Vortrag der D-Dur-Messe und zwei an Textklarheit kaum zu überbietenden Heinrich-Schütz-Liedern als Zugabe beeindruckt.Gloriose, raumfüllende Pracht mit hohem Gänsehaut-Faktor strahlte das mit freudigem Lächeln selbstbewusst vorgetragene „Gloria“ aus, samtige bis ätherische Kammerchor-Farben setzten die Gäste mühelos im „Credo“ dagegen.Sauber herausgeschält und die Lautstärkekontraste von Orgel (Johan Wallace) und Sängern zumeist sorgsam austariert hatte Smith im umfangreichsten Credo-Satz der Messe das einfache, volksliedhaft klingende Motiv des Alts, im Osanna bei aller Samtigkeit die Explosivität, im Agnus Dei den Frieden im wie auf einen langen Atem gesungene Pacem.Charakterstark und stets mit großer Linie hatte die Sing Akademie Kiel unter Leitung von Laida Zech mit A-cappella-Stücken in das Programm eingeführt. Homogen, dabei elastisch, überzeugten als gelungenes Entree das Laudate Dominum (Julio Dominguez) das Salve Regina (Javier Busto). Zarten Feinklang in allen Piano-Qualitäten boten die Sängerinnen im Da pacem (Charles Gounod) .Mit blühenden, belebten Klängen präsentieren die Sängerinnen der Akademie das weltliche Stück Im Frühling bei aller Quirligkeit inspiriert und textverständlich. Woldemar Bargiel, ein Halbbruder von Clara Schumann, hatte die kleine musikalische Ausgrabung, die Helmut Zech (Klavier) in einem Antiquariat in Norwegen entdeckte, komponiert.Die wohlaufgeräumte Klarheit in der Stimmführung des achtköpfigen, kleinen Ensembles der Sing Akademie beim 23. Psalm in der Vertonung von Franz Schubert brachte die skandinavischen Gäste in den hinteren Reihen der Kirche in Bewegung: Stehend verfolgten sie den Edelgesang.

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