Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kultur Marko Gebbert, Richard und das Spielen
Nachrichten Kultur Marko Gebbert, Richard und das Spielen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:45 21.06.2018
Von Ruth Bender
Intensiver Auftritt: Marko Gebbert in der Rolle von Richard III.  Quelle: Olaf Struck
Anzeige
Kiel

Gerechnet hat er nicht mit dem Preis. Der Anruf von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar kam eher unvorbereitet, irgendwann kurz vor Mitternacht: „Wow“, sagt Gebbert, „das macht, das ich immer noch in mich hineingrinse.“

"Die leicht Freakigen spiele ich gern"

Die aus der Reihe tanzen, die machen dem Schauspieler, der seit 2003 am Theater Kiel spielt, Spaß. Die Widerständigen und die Narren oder der königliche Schurke Richard III. „Die leicht Freakigen spiele ich gern“, sagt Marko Gebbert, „nett anfangen und böse enden. Das sind auf jeden Fall die interessanteren Charaktere.“

Es hat gedauert, bis der Schauspieler, der im Erzgebirge aufgewachsen ist, in Kiel angekommen ist. Im Theater, aber auch mental. Die ersten zwei Jahre ist er noch von Hamburg gependelt. Da hatte er schon in Hamburg am Thalia Theater gespielt, in Tomas Pandurs „Göttliche Komödie“: „Damit sind wir drei Jahre durch die Welt getourt.“ Am Stadttheater in Kiel, das war erst mal eine andere Welt. Dass ihn jede Rolle auch weiterbringt, hat er erst mit der Zeit gemerkt.

Wenn der 44-Jährige auf der Bühne steht, ist meist auch Musik im Spiel. „Ohne Musik geht gar nicht“, sagt er, „ich bin abhängig von Schallplatten und diverser darauf gepresster Musik.“ Zuletzt hat ihn Frank Zappa beschäftigt, für das Con-Spirito-Konzert im Schloss. Auch so ein Aufmüpfiger, der immer Lust hatte anzuecken.

Shakespeare ist sein Ding

Was er am Theater mag? „Es geht immer darum, die Gegenwart zu spiegeln“, sagt er. „Um den berauschenden Moment, in dem man merkt, ich kann andocken, aufdecken, spiegeln.“ Mit Shakespeare geht das gut, der ist sowieso sein Ding. „Richard“, sagt er, „war ein Geschenk. Ich mag, wie er das Publikum zu seinem Fanclub macht.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Kultur Interview mit Felix Jaehn - "Ich glaub, ich mach einfach Mucke"

Felix Jaehn ist mit 23 einer der erfolgreichsten DJs der Welt. Drei Länder binnen einer Woche zu bereisen, ist für ihn keine Seltenheit. Fast 80 Platinalben hat er bekommen: Es gibt kaum einen Remix von ihm, den man nicht kennt. Auf der Kieler Woche legte er an der Hörn auf.

Frida Kammerer 21.06.2018

Der international erfolgreiche DJ Felix Jaehn hat am Mittwoch die Hörn-Bühne in einen Club verwandelt. Mit altbekannten Songs wie "Chearleader" oder "Ain't nobody (loves me better)", aber auch neuem Material wie "keep your head up" hat er sein junges Publikum begeistert.

Frida Kammerer 21.06.2018

Zwei neue Songs kündigen das Album „Egypt Station“ von Paul McCartney an. Es soll am 7. September erscheinen. Auf Tour gehen will der nimmermüde 76-jährige Ex-Beatle im Herbst auch wieder.

21.06.2018
Anzeige