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Kultur Kunst satt – Berlin Art Week geht ins siebte Jahr
Nachrichten Kultur Kunst satt – Berlin Art Week geht ins siebte Jahr
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10:09 25.09.2018
Sogenannte „Cyborgs“ der südkoreanischen Künstlerin Lee Bul sind im Martin-Gropius-Bau im Rahmen der Berlin Art Week zu sehen. Quelle: Jörg Carstensen/dpa
Berlin

Berlin wird diese Woche wieder zu einem Hotspot für Händler, Sammler und Liebhaber zeitgenössischer Kunst. Bei der Berlin Art Week geben von Mittwoch an zwei Messen, fünfzehn Ausstellungshäuser sowie Galerien, Sammlungen und Projekträume Einblick in Entwicklungen der Kreativszene.

Vertreten sind international renommierte Künstler wie Rebecca Horn, Lee Bul und Meg Stuart. Aber auch viele neue und überraschende Positionen sind zu entdecken. Bis zum Sonntag werden mehr als 100.000 Besucher erwartet. Erstmals wird die Veranstaltung aus dem neuen Berliner Festivalfonds gefördert. „Die Berlin Art Week hat sich zu einem vielbeachteten Ereignis der zeitgenössischen Kunst entwickelt, das weit über die Grenzen Berlins hinaus Beachtung findet und inzwischen einen festen Platz im internationalen Kunstkalender hat“, sagt Kultursenator Klaus Lederer (Linke).

Berlin Art Week musste verschoben werden

Am Kalender wäre das Gemeinschaftsprojekt in seinem siebten Jahr allerdings fast gescheitert. Die Messe Art Berlin, 2017 als Kooperation mit der Art Cologne gegründet, fand nicht rechtzeitig einen Ausstellungsort, die gesamte Veranstaltung musste um zwei Wochen verschoben werden.

Vorteil fürs Publikum: Die beiden Messen „Art Berlin“ und „Positions“ sind in die Hangars am ehemaligen Flughafen Tempelhof gezogen und so ohne lange Zwischenwege erreichbar.

Zu den weiteren Höhepunkten gehört eine umfassende Werkschau der koreanischen Künstlerin Lee Bul, mit der die neue Gropius-Bau-Direktorin Stephanie Rosenthal ihren programmatischen Einstand gibt.

Einzelausstellungen in großen Häusern

Rebecca Horn zeigt mit Kurator Alexander Ochs in der weitgehend leergeräumten Sankt-Hedwigs-Kathedrale ihre raumgreifende Installation „Glutkern“. Und im Hamburger Bahnhof löst Agnieszka Polska als letztjährige Gewinnerin des Preises der Nationalgalerie ihre Einzelausstellung ein.

Mit Spannung wird auch die Eröffnung des Palais Populaire am Boulevard Unter den Linden erwartet, in dem die Deutsche Bank eine neues Kunst- und Kulturzentrum eröffnet. Die Akademie der Künste am Pariser Platz gibt zum ersten Mal Einblick in ihren „Bilderkeller“ mit Wandmalereien von frühen DDR-Kritikern.

Erstmals finden innerhalb der Art Week auch die Eröffnungstage zum Europäischen Monat der Fotografie (EMOP) im Ausstellungsraum C/O Berlin statt. Zudem werden zahlreiche Preise verliehen, unter anderem in der Berlinischen Galerie der GASAG Kunstpreis an den hier lebenden Schweizer Künstler Julian Charrière.

Von dpa / RND

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