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07:00 14.03.2018
Von Isabelle Breitbach
Die „Faltentiere“, zweibeinige Fabelwesen, kommen bei Hieronymus Bosch nicht vor. Sie entstammen der Fantasie von Bildhauerin Uschi Koch. Quelle: Björn Schaller
Kiel

Jetzt sind dort keramische Arbeiten der Kieler Bildhauerin Uschi Koch aus der Reihe "Aus fremden Gärten" zu sehen. Sie formt Fabelwesen aus unterschiedlichem Tonmaterial, lässt sich dabei von den Gemälden des Renaissancemalers Hieronymus Bosch inspirieren – doch ihre eigene Handschrift ist unverkennbar.

„Fantasievolle Figuren, die uns in eine Welt katapultieren, die nicht die hiesige ist“, so beschreibt Chili Seitz die Arbeiten der Künstlerin. Im Kunstraum B treffen sie auf "Eine Geschichte vom Rummelplatz", ein 54-minütiges Radio-Feature der Berliner Deutschlandfunk-Journalistin Jenny Marrenbach über das Jahrmarkt-Fahrgeschäft „Break Dance“, das unscheinbar aus einer silbernen Box zu den Besuchern spricht.

Der Zusammenhang? Beide Künstlerinnen tauchen in ihren Arbeiten in Parallelwelten ein. Auch das Karussell befördert seine Insassen vorübergehend in eine andere Sphäre. „Aber physisch“, bemerkt Seitz. Genau darin liegt für sie der Reiz: „Die Fantasie des Betrachters ist so individuell, dass sie noch etwas ganz anderes, etwas Drittes entstehen lässt.“

Spielerische Arbeiten als eine Art Erholungsurlaub

Damit liebäugelt auch Uschi Koch: „Ich stelle mir das so vor, dass sich über meine Arbeiten eine akustische Folie legt.“ Sechs Monate kreativen Schaffens steckte sie 2016 und 2017 in die für sie ungewöhnlich kleinteilig durchgearbeitete, verspielte Reihe von Halbreliefs. 

"Eine Geschichte vom Rummelplatz" im Kunstraum B, Wilhelminenstraße 35. Ausstellung bis 14. April, Eröffnung heute 19 Uhr. Do-Sa, 15-18 Uhr (Ostern geschlossen).

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