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Kultur Streitbare Geister
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18:30 09.01.2019
Von Ruth Bender
Nino Haratischwili gehört zu den wiederkehrenden Lesegästen im Literaturhaus im Schwanenweg Quelle: Arne Dedert
Kiel

Das Thema ist den Personen der Autoren ebenso inhärent wie ihren Geschichten. Dafür steht der aktuelle Liliencron-Dozent José E.A. Oliver als Schwabe mit andalusischen Wurzeln (28. bis 30. Januar) ebenso wie Nino Haratischwili (8. Februar), die in ihrem Roman "Die Katze und der General" den russischen Oligarchen Alexander Orlow in Berlin auf Rache für im Tschetschenienkrieg miterlebtes Unrecht sinnen lässt.

Vier Frauen in Lemberg

Die in Polen lebende Ukrainerin Zanna Sloniowska, 2015 beim Festival des Debütromans zu Gast, erzählt im Roman "Das Licht der Frauen" von vier Frauen und ihren gegensätzlichen Lebensentwürfen im multikulturellen Lviv/Lemberg. Und Buchpreisträgerin Ursula Krechel ("Landgericht") spürt in "Geisterbahn" der Geschichte einer Sinti-Familie im Deutschland des 20. Jahrhunderts nach (18. Februar).

Den Anfang aber macht am 14. Januar Max Czollek. Der Lyriker und Essayist aus Berlin hält in seiner Polemik "Desintegriert Euch" der Mehrheitsgesellschaft den Spiegel vor. Welche Herausforderungen die Migration an die Evangelische Kirche stellt, thematisiert am 17. Januar Johann Hinrich Claussen. Der Kulturbeauftragte der EKD gehört zu den Autoren des aktuellen "Kursbuch: Religion, zum Teufel". Wilhelm Schmid, Lebenskunstphilosoph und Autor, beleuchtet in seinem Buch die "Selbstfreundschaft" (21. Januar), und Peter Neumann, ebenfalls Philosoph, entwirft in "Jena 1800 – Die Republik der freien Geister" ein bis heute prägendes Verständnis von Freiheit (22. Januar).

Extraprogramm zum Frauentag

Der preisgekrönte französische Krimi-Autor Jerome Leroy wird ebenso erwartet wie die Prager Autorin Radka Denemarkova und Susanne Fritz, die in "Wie kommt das Krieg ins Kind?" ihre deutsch-polnische Familiengeschichte durchleuchtet. Und am Vorabend des Weltfrauentages (7. März) diskutieren Karla Paul, Redaktionsleiterin von Lovelybooks, und die Landtagsabgeordnete Aminata Touré.

Marian Grau kommt am 2. Februar im Jungen Literaturhaus zu Wort. Der 16-Jährige hat im Buch "Bruderherz" den Tod seines Bruders Marlon verarbeitet.

www.literaturhaus-sh.de

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