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Kultur Im Lutterbeker: Erotik mit der Zahl Pi
Nachrichten Kultur Im Lutterbeker: Erotik mit der Zahl Pi
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14:55 14.01.2018
Von Beate Jänicke
Jens Heinrich Claassen und William Wahl sorgten für einen unterhaltsamen Abend. Quelle: Björn Schaller
Lutterbek

Beziehungen oder vielmehr das Fehlen derselben bestimmten die Richtung des Abends. Denn Tastenmänner führen ein erotisches Nischendasein. Schon in der Schule waren die Typen mit den Gitarren die Cooleren. Doch Jens Heinrich Claassen als Nerd im Ernie-T-Shirt und William Wahl, den viele sicher auch als Mitglied der A-cappella-Gruppe Basta kennen, wollen das Blatt wenden und geben alles.

Dabei wechseln sie munter zwischen Klavier, Gesangs- und Sprechparts hin und her.

Das spult sich locker geplaudert und sehr kurzweilig ab, wenn etwa Claassen in einem Song besingt, wie er eine Mathematikstudentin nur mit der fehlerfreien Nennung der x-ten Stelle hinterm Komma der Zahl Pi bezirzen will. Während William Wahl für Geschlechtergerechtigkeit sorgt, in dem er auch mal Männern eine Ballade widmet, ganz nach dem Motto: „Warum gibt es für Gaston / kein Chanson?“

Nicht jeder Einfall ist taufrisch. Manches Mann-Frau-Klischee erinnert an das, was man zu früheren Zeiten Blödeleien nannte. Aber nie fehlen dabei Selbstironie und Charme, und die originellen Ideen überwiegen ja auch bei weitem. Stilistisch mäandern die Songs zwischen Chanson, Pop-Ballade und auch mal komischem Schlager, wie er in den 1920ern und 30ern populär war. Dafür gab es lang anhaltenden und verdienten Applaus.

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