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Ungewöhnliche Malerin im Künstlermuseum

Wiederentdeckung Ungewöhnliche Malerin im Künstlermuseum

Das Künstlermuseum Heikendorf erinnert ab Sonnabend mit einer Ausstellung an eine Malerin, die nahezu unbekannt geblieben ist. Irmgard Nieper-Wachs (1884 – 1972), lebte 1922 bis 1936 in Kitzeberg und Kiel. Ihr Werk ist facettenreich und von beachtlicher Qualität.

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Museumsleiterin Sabine Behrens vor späteren Arbeiten von Irmgard Nieper-Wachs.

Quelle: Marco Ehrhardt

Heikendorf-Kiel. Die Beteiligung an einer Gruppenausstellung  1947 in Rendsburg blieb zu ihren Lebzeiten jedoch einzigartig.  Über 70 Leihgaben aus dem Besitz der Familie hat Sabine Behrens  zusammengetragen - Gemälde und Grafiken, die eine rasante künstlerische Entwicklung veranschaulichen. „Sie war eine hochbegabte Künstlerin - selbstbewusst, sehr selbständig und ein bisschen spleenig“, so die Museumsleiterin.  Nach Kunststudium in London und später in Dresden malt Nieper-Wachs um 1900 vom Realismus geprägte, sensibel ausgeführte Porträts und Landschaften in dunkler Farbgebung. Mit den Jahren wird ihre Malweise  offener. Impressionistische Duftigkeit flirrt durch Landschaften und Seestücke, wenig später weisen skizzenhafte, konturbetonte Porträts expressionistische Experimentierfreude auf. 1936 zieht die Künstlerin nach Hanerau-Hademarschen, wo sie sich nach eigenen Plänen ein Holzhaus mit Atelier mitten  im Wald bauen lässt. Hier lebt sie bis 1963  im Einklang mit der Natur,  entdeckt  in Buschwerk und Kleingetier „das ausdrucksvollste Spiel der reichen Natur“, das sie in ihre teils skurrilen Bildmotive einfließen lässt. Ihren Lebensabend verbringt sie in München bei ihren Töchtern. Aus diesen Jahren datieren die letzten Bilder der sehenswerten Schau, die von Objekten der Kieler Kunstkeramik flankiert wird.             sth                                                 

Künstlermuseum Heikendorf, Eröffnung Sonnabend, 15 Uhr. Bis 17. Februar . Di-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr

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