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Kultur Der Stein als Berufung
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07:00 21.09.2017
Von Sabine Tholund
Kunstvolle Variation geometrischer Grundformen: Preisträgerin Maria C.P. Huls (Dagebüll). Quelle: Marco Ehrhardt
Schleswig

Nicht nur deshalb wirkt alles Schwere bei ihr leicht – und wunderschön. Am heutigen Donnerstag wird der Bildhauerin, die seit Jahren im nordfriesischen Dagebüll beheimatet ist, der 16. Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft der Dr. Dietrich Schulz-Kunststiftung verliehen. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert, verbunden mit der Herausgabe eines Katalogs und einer Einzelausstellung.

Insgesamt 30 Arbeiten, entstanden zwischen 2008 und 2017, präsentiert Schloss Gottorf in den Räumen der Norddeutschen Galerie – neben 14 Skulpturen hat Kurator Christian Walda auch eine Auswahl von Kaltnadelradierungen auf die Schlossinsel geholt. Die skizzenhaft anmutenden, durch die Linie bestimmten Zeichnungen, die mit der geometrischen Form spielen, sind keine Vorstudien. Vielmehr sei es genau umgekehrt, so die gebürtige Niederländerin, „die Skulpturen geben immer den Anstoß für die Druckgrafik.“

Die Formensprache von Maria C.P. Huls ist der konkreten Kunst verpflichtet und auf das Wesentliche, das heißt die Variation geometrischer Grundformen, reduziert. Die Gegensätze hell und dunkel, rau und poliert, leicht und schwer bestimmen ihre Skulpturen. „Der Stein ist meine Berufung“, sagt Maria C.P.Huls und lächelt: „Ohne Stein kein Sein.“ So einfach ist das.

Ein erstmals ausgelobter, mit 3000 Euro dotierter Förderpreis geht an den Bildhauer Fabian Vogler aus Bargsum. Von ihm sind zwei Arbeiten im Kreuzstall zu sehen.

 Ausstellung in der Norddeutschen Galerie auf Schloss Gottorf bis 7. Januar. Mo-Fr 10-17, Sa/So 10-18 Uhr. Ab 1. Nov. Di-Fr 10-16, Sa/So 10-17 Uhr

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