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Kultur Matt Stuarts erstaunliche Straßenbilder
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07:30 15.06.2018
Von Ruth Bender
Matt Stuart ist nicht nur mit der Kamera ein gewiefter Erzähler, er gibt auch lebhaft Einblick in s eine Arbeit. Quelle: Manuel Weber
Schleswig

99 Fotos versammelt die Schau unter dem Titel „All that life can afford“, allesamt entstanden auf Stuarts Streifzügen durch London. Stadtansichten und Menschenbilder wie aus der Wirklichkeit ausgeschnitten und gleichzeitig so vielschichtig, als hätte der Fotograf sie eigens inszeniert. „Aber ich greife nicht ein“ sagt Stuart, der sich in Schleswig auch als begnadeter Geschichtenerzähler entpuppt. „Ich nehme, was sich anbietet.“

Den blauschillernden Pfau auf einem Werbeplakat, dem ein Müllcontainer mit ähnlich blauer Plane einen seltsam technoiden Körper verleiht. Der Hund, der so selbstverständlich ein Cabrio durch die Londoner City zu steuern scheint. Die Straßenarbeiter, deren Hinterteile ein komisches Stillleben abgeben.

Menschen interessieren ihn, sagt er, ihre Interaktion und jener „entscheidende Augenblick“, in dem sich alles fügt: Licht, Farbe, Komposition. Es ist dieser besondere Blick, der beim Betrachter das Kopfkino in Gang setzt und auch Museumsleiterin Dr. Dörte Beier begeistert. Stuarts Bilder hat sie in der Ausstellung farblich oder motivisch gebündelt zu einem lebhaften Stadtrundgang. Zum zweiten Mal arbeitet das Stadtmuseum Schleswig hier mit der renommierten Agentur Magnum zusammen, die Stuart 2016 für ihre Reihen nominiert hat.  

Ungefähr zwölf Jahre lang, sieben Tage die Woche hat Stuart London mit seiner Leica M10 durchstreift, bis vor zwei Jahren ausschließlich analog und mit einer Tüte Filme. Er rückt den Leuten auf die Pelle ohne voyeuristisch zu sein. Meistens, sagt er, bemerkten sie ihn gar nicht: „Irgendwie bin ich bei der Arbeit selbst ein bisschen unsichtbar geworden.“ 

Stadtmuseum Schleswig, Friedensstraße 9-11. Bis 16. September. Fr, 15. Juni, 20 Uhr, spricht Matt Stuart in der A.P. Moller Skolen in Schleswig über seine Arbeit

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