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Kultur Wider die grauen Herren
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10:21 22.11.2018
Von Beate Jänicke
Inszenierung im Sechseckbau: Asita Roustai (Momo), (Meister Hora) und Laura Giza (Kassiopeia). Quelle: Björn Schaller
Kiel

Das Mädchen Momo taucht eines Tages in einer kleinen italienischen Stadt auf und freundet sich schnell mit den dortigen Bewohnern an. Alle mögen sie, besonders weil sie eine so gute Zuhörerin ist. Es könnte ganz wunderbar sein, würden nicht seltsame graue Herren auftauchen und die Menschen überreden, sich zu beeilen und mit ihrer Zeit zu geizen.

Für Regisseur Jan Patrick Faatz steckt in Michael Endes Roman über unseren Umgang mit der Zeit zum einen viel Weisheit und zudem ein Stück Kapitalismuskritik - ganz ohne Zeigefinger.

Stück richtet sich an viele Altersklassen

Faatz, der inzwischen Studium und Referendariat beendet hat und als Lehrer am Internat Louisenlund unter anderem Darstellendes Spiel unterrichtet, freut sich über seine inzwischen achte Weihnachtsmärchen-Inszenierung mit der Gruppe: „Wir wollen mit unserem Stück ein ergänzendes Angebot machen zu den übrigen Weihnachtsmärchen beispielsweise am Theater Kiel oder der Niederdeutschen Bühne. Unsere Inszenierung richtet sich an die etwas älteren Kinder ab 7 Jahren und darüber hinaus, aber auch an die Erwachsenen.“

Es sei ihm wichtig, die verschiedenen Zuschauer jeweils auf ihrer Ebenen anzusprechen.

Eine Ruine als Kulisse

13 Darsteller, von Anfang 20 bis Anfang 30, stehen diesmal auf der Bühne. Es gibt eine von Efeu umrankte Ruine als Kulisse, in der sich die Geschichte abspult, die „gestern, heute oder auch in der Zukunft“ spielen könnte, so Jan Patrick Faatz: „Das Buch ist zeitlos. Jeder sollte es mal gelesen haben.“

Premiere: 23.11. (Restkarten), 20 Uhr; weitere Vorstellungen: 25.11., 18 Uhr, Sechseckbau (Ickpunkt), Westring 385; www.theaterkommode.de

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