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Kultur Grandios grantig: Grischek in Lutterbek
Nachrichten Kultur Grandios grantig: Grischek in Lutterbek
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08:02 21.07.2018
Von Thorben Bull
Frank Grischek trat am Freitagabend im Lutterbeker auf. Quelle: Björn Schaller
Lutterbek

Grischek hat nämlich alles und noch mehr rund um das als anspruchsvoll geltende Instrument im Gepäck. Bei ihm sieht das Schwierige einfach aus, wie er mit seinen Fingern über die Tasten huscht. Dabei nimmt Grischek mit auf eine Stilreise: Tango Nuevo, Musettewalzer, Klassik, Irish-Folk, Klezmer und Jazz.

„Geht nicht, gibt’s nicht auf dem Akkordeon. Hauptsache schön“, kommentiert der Virtuose, als er Frederic Chopin auf „seinem“ Instrument interpretiert und schiebt anschließend hinterher: „Chopin diese Pfeife. Sitzt mit Rheuma auf Mallorca und meckert übers Wetter, anstatt Stücke für das Akkordeon zu komponieren.“ Das gehört bei Grischek dazu. Er gibt die beleidigte Leberwurst, in seinen Augen ist das Akkordeon in sämtlichen Genres vernachlässigt.

Dass es in sämtlichen Stilen dennoch eine Heimat findet, beweist der Grantler mit Stücken von unter anderen Piazzolla (Tango), Händel (Klassik) oder Richard Galliano (Jazz), um dann wieder zum trockenen Humor zurückzukehren und die Abwesenheit des Akkordeons im Orchester zu beklagen. „Ich bin froh nicht Teil eines klassischen Berufsorchesters zu sein, denn dann müsste ich Neujahrskonzerte mit Restalkohol geben.“ Witzig, spielfreudig, anekdotenreich – Frank Grischek überzeugt und hat sich Applaus und „Bravo“-Rufe redlich verdient.

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