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Kultur Musik liegt in der Luft (III)
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09:41 22.07.2018
Dass wir irgendwann mit Geräten sprechen, hatten wir erwartet. Dass uns Lobbyisten und die Datenschutz-Grundverordnung dabei den unendlichen Musikspaß verderben, eher nicht. Quelle: Fotolia
Hannover

Dass wir irgendwann mit Geräten sprechen, hatten wir erwartet. Dass das so blöd aussieht, hatten wir befürchtet. Aber wer hip sein will, muss leiden, und wenn man dazu Smart Home sagt und nicht Fortschrittsautismus, geht es ja auch schon wieder.

Die Entwicklung ist in vollem Gang, die nächste, eigentlich logische Stufe: Man spricht nicht mehr mit den Geräten, sondern direkt mit den Musikern. Und zwar nicht “Spiel lauter!“ oder “Hör auf!“, das geht ja heute schon, sondern “Spiel das anders“ oder “Jetzt ein Solo“ oder “Sei mal kurz still“, wenn man selbst eine Strophe anstelle von Lady Gaga oder Bono übernehmen möchte.

Und Bono sagt dann nicht “Halt die Fresse, du Loser“, sondern “Natürlich, Pavarotti, hau rein und sag, wann ich wieder darf!“

Im Weg stehen die Lobbyisten

Eine Sprachsteuerung von James Blunt beispielsweise könnte dazu führen, dass James Blunt in den meisten James-Blunt-Liedern gar nicht mehr vorkommt und sich bei vielen Home-Smarties mit anderen Dingen beschäftigen könnte, während seine Songs laufen.

Technisch ist das alles natürlich längst möglich, im Weg stehen wie immer die Lobbyisten und die neue Datenschutz-Grundverordnung. Und James Blunt.

Multismell mit MacBook Air

Die nächsten Schritte in der musikalischen Smarthomisierung:

2020 kommt für Raucher der Sprachassistent “Keith“, der auf Husten- und Röchelbefehle reagiert und danach immer “Sympathy for the Devil“ spielt, bis man sich dran gewöhnt hat.

2022 kommt “Smell Home“, das bei Livekonzerten auch olfaktorisch das ganze Bühnenspektrum abdeckt, über das Multismell-Tool mit dem MacBook Air sogar frei wählbar zwischen 40 verschiedenen Alkoholfahnen und von Achselhöhle Sänger bis Turnschuh Schlagzeuger.

Per Hustenbefehl auf die Bühne

2024 kann man dann über “Morph Home“ per Hustenbefehl in die Rolle von James Blunt schlüpfen und mit dem MacBlunt Air während eines Livekonzerts an die Stelle von Bono springen, um im Glenfiddich-Smell-Modus “Sympathy for the Devil“ zu singen.

Bis dahin sollte das mit dem Datenschutz geklärt sein. James Blunt sollte dann auch zugestimmt haben.

Von Uwe Janssen

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