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20:56 08.07.2018
Der Blick richtet sich laut Ratsentscheid über den Konzertsaal hinaus nun auf das gesamte Schlossareal. Quelle: bkm
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Kiel.

Ulf Kämpfer sprach von einem „historischen Moment“. Er wird jetzt mit den privaten Eigentümern des Schlosses über den Ankauf verhandeln. Als Kaufpreis waren bislang rund 4,5 Millionen Euro im Gespräch. Bis die Beschlussvorlage zum Ankauf der Gesamtimmobilie noch im zweiten Halbjahr 2018 stehen soll, sind aber auch noch andere Fragen zu klären und Risiken auszuloten. Dabei geht es auch um den Sanierungsbedarf jenseits des Konzertsaales, es geht darum, den Anteil des Landes bei der Konzertsaal-Renovierung zu fixieren, ein Nutzungskonzept vor allem in Richtung Kultur- und Kongresszentrum zu entwickeln und dafür wiederum öffentliche Förderprogramme auszuloten.

Breite Mehrheit im Rat

Nachdem sich die neue Rathauskooperation aus SPD, Grünen und FDP bereits in ihrem Vertrag zu diesem Weg bekannt hatte, stimmten im Rat Vertreter aller Fraktionen mit Ausnahme von vier Ratsleuten der Linken und der „Fraktion“ dem interfraktionellen Antrag zu.

Der Betreiber Kiel Concerts hatte bis dato angekündigt, den dringend sanierungsbedürftigen Konzertsaal zum 30. Juni 2019 zu schließen. Der OB will in den kommenden Gesprächen eine Verlängerung bis zum Beginn der Sanierung erwirken. 24,5 Millionen Euro soll sie nach dem Gutachten vom Dezember 2016 kosten, mittlerweile wird die Summe höher liegen.

Nicht ohne Risiko

In den Redebeiträgen brachten die Mitglieder aller Fraktionen zum Ausdruck, für wie wichtig sie einerseits den Erhalt und die Weiterentwicklung der zentralen Kulturstätte in Kiels Altstadt halten und andererseits, welche Sorgen ihnen die damit verbundenen finanziellen Unsicherheiten bereiten. „Wir gehen sehenden Auges in Risiken“, sagte CDU-Fraktionssprecher Stefan Kruber, „und kaufen ein bisschen auch eine Black Box“.

Stefan Rudau, Fraktionsvorsitzender der Linken, sieht es als Aufgabe des Landes, für die gescheiterte Privatisierung geradezustehen, das Schloss zu übernehmen, zu sanieren und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Ratsherr Dirk Scheelje plädierte, trotz hoher Kosten den „historischen Fehler“ zu korrigieren.

Engagierte Überzeugungsarbeit

Vertreter der Musikszene von Kiels GMD Georg Fritzsch über SHMF-Intendant Christian Kuhnt bis hin zu Vertretern des Fördervereins Konzertsaalsanierung hatten zuletzt engagierte Überzeugungsarbeit in den Fraktionen geleistet, Skepsis abgebaut, Mut gemacht und damit die neue, vor der Kommunalwahl noch nicht absehbar breite Einigkeit erzielt.

Von Karen Schwenke und Konrad Bockemühl

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