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Kultur „Aschenputtel“: Am Ende wird alles gut
Nachrichten Kultur „Aschenputtel“: Am Ende wird alles gut
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12:47 25.11.2018
Von Beate Jänicke
Maik Kristen und Anna Mendelssohn in der "Aschenputtel"-Inszenierung der  Niederdeutschen Bühne Kiel. Quelle: NDB Kiel / Imke Noack
Kiel

Regisseurin Alexandra E. Kruse hat die Geschichte in einer - frei nach dem Märchen der Brüder Grimm – selbst verfassten Version auf die Bühne gebracht. Im hübsch bemalten Bühnenbild (Rainer Kühn) spult sich die von einer Fee als Erzählerin (Gaby Hoffmann) begleitete Handlung ab.

Laienensemble ist engagiert dabei

Die brave Marie (Karlotta Lorenzen) verliert früh ihre Mutter und auch ihr Vater verabschiedet sich schon sehr bald auf Reisen. Stattdessen ziehen eine herrische Stiefmutter (überzeugend: Tina Möller) und zwei üble Läster-Stiefschwestern (knallkomisch: Lena Böttcher und Lara Lämmerhirt) ins Haus, die die lammfromme Marie von morgens bis abends drangsalieren, beschimpfen und herumkommandieren.

Das arme Kind findet einzig Freude bei einem immergrünen und immermüden Baum (Björn Bargemann, später auch noch als Prinz im Einsatz) und einer etwas überdrehten Taube (putzig: Siska Leckband). Mit viel Engagement geht das überwiegend jugendliche Laienensemble ans Werk.

Inszenierung wirft auch Fragen auf

Stimmig wirkt der Regie-Einfall, zwischen Bühnenszenen und Erzählpassagen hin und her zu wechseln und die Kinder im Publikum zwischendurch auch mal direkt anzusprechen. Andere Passagen werfen dagegen Fragen auf: Ob bei einem Märchen für Kinder ab vier Jahren wirklich buchstäblich mit dem Hackebeil der zu großen Zehe der einen Schwester und der zu langen Ferse der anderen - zwar hinter den Kulissen, aber dennoch – zu Leibe gerückt werden muss? Da hätte ein gequetschter Fuß wohl auch genügt.

Dem Aschenputtel schließlich hätte man in einer neu verfassten Version wenigstens eine Spur des weiblichen Selbstbewusstseins seiner starken tschechischen Märchenschwester Aschenbrödel aus dem bereits erwähnten Fernsehfilm gewünscht – und der Streifen ist immerhin 45 Jahre alt.

Weitere Vorstellungen: 27., 28. und 29.11., 9 Uhr, Theater am Wilhelmplatz, www.niederdeutschebuehne-kiel.de, Karten: 0431/901-901

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