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Kultur Musiktheater-Raritäten von Rachmaninow
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19:31 27.04.2018
Wollen aus zwei Werken eine stimmige Einheit machen: Regisseurin Valentina Carrasco und Dirigent Daniel Carlberg, hier in einem Bühnenelement aus Flaschenböden. Quelle: Björn Schaller
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Kiel

Ab wann ist man ein Star im internationalen Regiegeschäft? Ganz sicher, wenn man am legendären Teatro Colon in Buenos Aires kurzfristig für Katharina Wagner einspringt und den Ring des Nibelungen innerhalb eines Monats vielgelobt in neuer Version auf die Bühne stemmt; und wenn man bei der spektakulären katalanischen Theatergruppe La Fura dels Baus seit Jahren zum Regieteam gehört.

Wahnsinnshölle der Eifersucht

Valentina Carrasco: „Wir sind auf die enge Verzahnung vom studentischen Werk Aleko nach Puschkin und der reiferen Francesca da Rimini nach Dante verfallen, weil es sich um eine vergleichbare Geschichte handelt. Es geht in beiden Opern um die Wahnsinnshölle der Eifersucht im Kopf, die zum Mord am Nebenbuhler führt. Das lässt sich mit identischer Besetzung der Dreieckshauptfiguren gut zeitübergreifend bis in heutige Abstraktion zeigen.“

Gesangsstimmen aus dem Orchestgewebe entwickelt

Gerahmt wird die Handlung hier durch die stilistisch ganz eigenständigen Teile Prolog und Epilog aus Francesca da Rimini. Kiels Stellvertretender GMD Daniel Carlberg ist begeistert von diesen „nebulösen“ Abschnitten, die dann die russisch-romantische, sogar -orthodoxe Nähe zu Tschaikowskys Onegin (in Aleko) und die „stählernere, objektivere, fast vorsowjetische Sprache“ (in Francesca) einfassen. „Wunderbar, wie bei letzterer die Gesangsstimmen aus dem Orchestergewebe heraus entwickelt sind.“

Premiere ist am 28. April, 19.30 Uhr, im Opernhaus Kiel.

www.theater-kiel.de

Von Christian Strehk

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