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Kultur Neugier auf Gegenwartskunst wecken
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07:00 09.01.2018
Von Maren Kruse
Peter Kruska ist Novemer neuer Direktor der Stadtgalerie Kiel. Quelle: Marco Ehrhardt
Kiel

Ein graugestrichenes Holzhaus Marke „finnische Provinz“ dominiert den Vordergrund der nächtlichen Szenerie. Der Rasen davor ist aufgerissen, hinter den Birken, die das Haus schützend umrahmen, ragt eine vielgeschossige technoide Lager-Architekur in die Dunkelheit. Verstaut in Hochregalen warten Bäume und Pflanzen darauf, abgeholt und platziert zu werden.

Peter Kruska mag Fotografie. Schon vor seiner Promotion über die Fotografen der subjektiv-dokumentarischen Boston School um Nan Goldin war sie für ihn Thema. „Die Arbeit von Ilkka Halso gibt mir täglich die Möglichkeit, den Blick schweifen zu lassen und neue Dinge zu entdecken.“ Sinnbild sei sie für den Umgang der urbanen Menschen mit Natur. Und gleichzeitig, sagt der 47-Jährige, der seit Mitte November die Stadtgalerie Kiel leitet, spiegele die Fotografie die unterschiedlichen Lebensentwürfe und Rückzugsorte in einer globalisierten Gesellschaft. Wobei Kruska sofort auf den Punkt kommt. Typisch für diesen Mann, der locker und reflektiert seine Position skizziert. Ein Ort wie die Stadtgalerie sei ja ein Modell für unterschiedliche Lebens- und künstlerische Entwürfe. „Unsere Besucher kommen ja nicht, weil es hip ist“, sagt Kruska, „sondern weil sie über ihren eigenen Horizont hinausgehen wollen und neugierig sind.“ Und Dank des freien Eintritts, über den er sich freut, gebe es eben eine „Hemmschwelle weniger“.

Kruska kam nach dem Studium der Kunstgeschichte in Kiel, Frankfurt am Main und Leipzig 2002 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in die Stadtgalerie, ist also in der lokalen und regionalen Szene längst so etwas wie eine Instanz und auch Richtung Skandinavien oder ins benachbarte Mecklenburg-Vorpommern gut vernetzt. Das Haus, für das er nun verantwortlich ist, sieht er auf einem guten Weg. Es habe sich profiliert in der Ausrichtung zwischen regionaler Szene, dem Blick auf die Ostseeanrainerstaaten und Skandinavien, und, was ihn freut, es hat einen engagierten Förderverein mit 250 Mitgliedern im Rücken.

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