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"Granaten": Sechs Monologe und eine Frau

Polnisches Theater "Granaten": Sechs Monologe und eine Frau

Eine überforderte Mutter, eine Schülerin mit Showstar-Ambitionen, die Kakteenfreundin und die Witwe, die als Vorleserin Erfüllung findet - sie alle und noch ein paar mehr kommen im Stück "Granaten" zu Wort, das Tadeusz Galia gerade am Polnischen Theater inszeniert.

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Ganz schön stachlig: Schauspielerin Oleksandra Zapolska arbeitet sich durch weibliche Seelenlagen.

Quelle: jens Matthießen

Kiel. „Ich habe mich sofort in das Stück verliebt“, sagt der Chef des Polnischen Theaters über das Stück von Joanna Murray-Smith, „das sind Schnappschüsse aus dem Leben von Frauen.“ In sechs Monologen entrollt die Dramatikerin aus dem australischen Melbourne darin explosive Momente an diversen Lebensstationen des Frauenalltags. Beim Fringe Festival in Edinburgh 2004 heimste das 2001 entstandene Stück einen ersten Preis ein; in London wurde es zum Publikumsliebling.

„Es könnte auch ein und dieselbe Frau sein, die da in unterschiedlichen Situationen und Lebensphasen spricht", so Galia. Die Stimmungen und Probleme, die im Stück verhandelt werden, könne eigentlich jede nachvollziehen. Also hat der Theatermacher für seine Inszenierung eine Art Probensituation erdacht, in der ein und dieselbe Schauspielerin ganz bewusst in die verschiedenen Rollen schlüpft – Braut, Witwe oder Diva – und dabei deutlich macht: „Ich spiele diese Figuren.“

Die Rolle hat, nachdem kurz vor Weihnachten die ursprüngliche Besetzung verletzungsbedingt ausfiel, kurzerhand Oleksandra Zapolska übernommen. Ein Glück für das Polnische Theater und eine Herausforderung für die Studentin an der Schauspielschule Kiel, die sich das Monologstück in drei Wochen angeeignet hat. „Oleksandra ist sehr furchtlos daran gegangen“, sagt Galia, „und sie hat sich mitten in diesen Text hineingestürzt.“

Premiere am Do., 11. Januar, 20 Uhr, im Polnischen Theater (ausverkauft). Vorstellungen jeweils Do, Fr, Sa. Karten: Tel. 0431/804099

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Ein Artikel von
Ruth Bender
Kulturredaktion

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