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Kultur Bei Ben Salter regierte der Folk
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08:48 15.09.2018
Von Thorben Bull
Ben Salter zauberte eine Folk-Perle nach der anderen hervor. Quelle: Björn Schaller
Kiel

Der erste Eindruck

Schon der Opener „West End Girls“ sitzt auf einer Lichtung im dichten Folk-Wald. Auffällig auch sofort die klare, sonore, meist in tiefen Regionen angesiedelte Stimme, die den Songs ihren Charakter verleiht.

Die Musik

Der Folk regiert. Zuweilen jagte Salter dem Stil der alten Schule (Dylan, Robert Wyatt) etwas zu sehr hinterher. Kaum gedacht, zog er mit der Single seines aktuellen Albums („Back Yourself“) „Isolationism“ das Tempo an und bestach mit beschwingtem Neo-Folk-Pop. Spezialität waren und sind jedoch düster und nachdenklich wirkende, gezupfte Balladen wie „Boat Dreams“ und „Where Corals Lie.“

Das Publikum…

…genoss wie immer im Prinz Willy in Stille und drückte sein Wohlwollen im Anschluss der Songs mit Jubelrufen und Beifall aus.

Was in Erinnerung bleibt

Auch alleine wusste Salter die Songs zu füllen: zur Loop-Station und Fuß-Tamburin gesellen sich Pfeif-Solo und aufgedrehter Hall – man muss nur Ideen haben. Ebenfalls einprägend: das Country affine „Derwent River.“

Fazit

Nicht verwunderlich, dass Ben Salter in Australien bereits Künstler wie Cat Power, Iron & Wine oder Built To Spill auf Tour begleitete. Klasse Konzert, dass ein paar mehr Ohrenpaare mehr verdient hätte. Ben Salter ließ sich aber nicht beirren und lieferte eine Folk-Perle nach der anderen.

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