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Ralf Schmitz: Komik zum Mitmachen

Kieler Schloss Ralf Schmitz: Komik zum Mitmachen

Wer bei Ralf Schmitz in der ersten Reihe Platz nimmt, hat selber Schuld. Denn er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem quirligen Comedian auf die Bühne zitiert, um mitzuspielen bei dessen improvisierten Szenen - wie auch im neuen Programm „Schmitzenklasse“ im voll besetzten Kieler Schloss.

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Ralf Schmitz trat am Freitag im Kieler Schloss auf.

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Assoziationsfeld des umtriebigen Komikers, Schauspielers, Moderators und Autors Ralf Schmitz ist diesmal die Schule. Um den Erinnerungen seiner Zuschauer auf die Sprünge zu helfen, plaudert Schmitz zunächst aus eigenen Schulzeiten, als die Französischlehrerin Frau Wolter sich lieber Madame Voltaire nennen ließ und der Religionslehrer so langweilig war, dass „jede Minute gefühlt ein Halbjahr lang“ dauerte. Manchmal etwas sehr zotig kommt Schmitz daher, auch wenn er dabei nie den Status des liebenswürdigen Klassenclowns einbüßt.

Zu großer Form läuft Ralf Schmitz auf, wenn er aus den Zuschauerbeiträgen improvisierte Spielszenen baut. Nicht umsonst hat Schmitz sein Handwerkszeug beim renommierten Improvisationstheater Springmaus in Bonn gelernt. Da muss Caroline aus der ersten Reihe Hand anlegen, um Schmitz wie ein Puppe über die Bühne zu bewegen, oder das Leben von Britta und Peter wird als spontanes Musical vom Comedian nachgespielt.

Bei Ralf Schmitz geht es nicht so sehr um den Gehalt der manchmal doch übersichtlichen Witze, sondern vielmehr um die Art, wie er das Publikum mitnimmt und seine Komik ausspielt. Den Zuschauern gefiel es sichtlich.

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