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Kultur Satanic Surfers fegen ihr Publikum weg
Nachrichten Kultur Satanic Surfers fegen ihr Publikum weg
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07:55 01.11.2018
Von Thorben Bull
Die Satanic Surfers haben ein Konzert in der Kieler Pumpe gespielt. Quelle: Björn Schaller
Kiel

Punks geben niemals auf, sie ziehen höchstens mal den Kopf ein. Mit ihrem ersten Album („Back From Hell“) nach 13 Jahren kam die schwedische Skatepunk-Band Satanic Surfers in einen gut besuchten Roten Salon der Kieler Pumpe und spielte ein fulminantes Konzert.

Der erste Eindruck

Druckvoll, energetisch und kompromisslos. Diese Attribute sollten sich durch das gesamte Set ziehen. Der dreistimmige Fünfer legte sich vom ersten Takt an mit vollem Körpereinsatz in seine Songs.

Die Musik

Von ihrem hektischen, mit Melodieansätzen verzierten Skatepunk wichen die Satanic Surfers nicht ab. Ob nun Bandklassiker wie „Sunshiny Day“ oder die neuen Bretter wie „Self-Medication“ oder „Madhouse“ - bei den fünf Schweden wird der Weichspüler gar nicht erst aus dem Regal geholt.

Das Publikum…

…ließ insbesondere in den vorderen Reihen beim wilden Tanzen Haare und Extremitäten in alle Richtungen fliegen. Es waren auch Fans der ersten Stunde da, die das kleine Band-Quiz von Bassist Andy Dahlström und der Frage nach dem Namen der allerersten EP sogar beantworten konnten.

Was in Erinnerung bleibt…

…ist die tolle Bandchemie. Die im Sekundentakt folgenden Breaks sind für den Hörer unmöglich vorauszuahnen. Allerdings war das sehr dominante wie knackig-harte Schlagzeugspiel von Stefan Larsson phasenweise in Sachen Lautstärke gar zu viel des Guten. Auf der anderen Seite – derart knüppelhart seine eigenen Songs zu sezieren schafft auch nicht jeder.

Fazit

Ein Auftritt wie ein einziger Orkan. Die Satanic Surfers fegten über das Publikum nur so hinweg. Der durch die immense Lautstärke verursachte durchgehende Piepton in der Ohrmuschel hielt auch beim Schritt über die heimische Türschwelle noch an.

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