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Auf der Überfahrt

Schule für Schauspiel Auf der Überfahrt

Sie sind ein zufällig zusammengewürfelter Haufen, die Passagiere und das Personal auf einer Fähre. Freud und Leid liegen hier oft dicht beieinander. Das Programm aus Szenen und Liedern „Die letzte Fähre“, das am Dienstag an der Schule für Schauspiel in Kiel-Kronsburg Premiere feierte. erzählt davon.

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Szene aus der Produktion "Die letzte Fähre" in der Schule für Schauspiel.

Kiel. Treffpunkt der unterschiedlichsten Charaktere ist die Karaoke-Bar, in die sich die verschiedene Typen verirren. Einzig der stoische Barmann (Ravindra Vogl) bleibt auf seinem Posten. Die Regisseurinnen Hanne Moll und Tina Wagner haben kurze Szenen aus Schauspielstücken und unterschiedliche Songs zu einer Collage montiert.

 Etwa den Aufritt von Diana Scheipers, die im Berliner Slang scheinbar unbeeindruckt von einem heftigen Übergriff durch ihren Freund erzählt. Scheipers platziert den Ausschnitt aus Dea Lohers Stück „Diebe“ treffsicher zwischen Tragik und Komik. Während Fenja Techow in der Rolle der Anne aus Yvonne Keuls´  Stück „Abgespielt“ eine hyperaktive, aber innen drin tief verzweifelte Göre gibt. Anders Arne Berner, der als Werbefuzzi Eddie Spaghetti aus „Die Überflüssigen“ von Philipp Löhle nicht mit schlechten Scherzen geizt.

Neben den szenischen Kurzporträts, geben etliche Songs Einblick in die Stimmungslage der Anwesenden. Da brilliert Oleksandra Zapolska darstellerisch und gesanglich temperamentvoll in Hilde Knefs „Ich glaub´, ´ne Dame werd´ ich nie“ zur Musik von „The Lady Is A Tramp“. Auch Kollege Corbin Broders zeigt sich ausdrucksstark, nicht nur im Duett „Goin To Jackson“ mit Diana Scheipers.

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