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Kultur Frech und fröhlich interpretiert
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12:15 12.12.2017
Von Thomas Richter
Die Söhne Hamburgs (vlnr: Joja Wendt, Rolf Claussen Stefan Gwildis) traten am Montagabend im Kieler Schloss auf. Quelle: Björn Schaller

Das Programm

Lars kriegt nichts. Der auf die Melodie von der Weihnachts-Nervensäge Last Christmas umgedichtete Song erzählte viel über den Humor der Band. Alles schien hier einen doppelten Boden zu haben.  Bei aller unbestrittenen musikalischen Qualität, ging der tolle Auftritt doch deutlich in Richtung Musik-Kabarett. Das muss ja kein Fehler sein.  Saisongerecht standen zwar frech und fröhlich interpretierte Weihnachtslieder auf der Setlist. Aber eben nicht nur. Eher im Zentrum des Konzerts standen die Boogie-Woogie-orientierten Songs des Debut-Albums Moin, Moin, Moin. Etwa das selbstironische, aber sehr entspannte  Männer in den besten Jahren, das saukomische Kira Petersen, das von einer Fischereifachverkäuferin handelt, oder das sehr schöne Hört auf die Söhne. Dazu kamen noch wirkungsvoll arrangierte und textlich durchaus witzig veränderte Klassiker, die in unterhaltsamen Medleys zu hören waren (New York, New York, Atemlos, Mackie Messer).

Und dann war da noch die großartige Szene, als das Mikrofon von Gwildis plötzlich ein Eigenleben entwickelte. Gesprochen von Rolf Claussen protestierte das Gerät: „Warum singst du immer solche Lieder für andere? Weißt du eigentlich, wie das ist, immer in diesen Rachen zu schauen?“

Das Publikum

War restlos begeistert,  bedankte sich für die zweieinhalb Stunden Top-Unterhaltung mit stehenden Ovationen. Und oft hatte man den Eindruck, dass viele Fans die Künstler schon in anderen Bands oder Formationen erlebten und sich nun freuen, dass die smarten und so talentierten Herren jetzt zueinander gefunden haben.

Fazit

Die Söhne Hamburgs machen einfach Spaß und man merkt den Musikern an, dass sie diese Freude mit den Zuhörern teilen.   

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