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Kultur Starfotograf Albert Watson in Benin
Nachrichten Kultur Starfotograf Albert Watson in Benin
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17:37 13.09.2012
Albert Watson vor einem seiner Werke. Quelle: Marcus Brandt

n. "Ich habe für alle Menschen, die ich fotografiere, den selben Respekt. Egal, ob ich nun Steve Jobs oder einen Händler in Marrakesch fotografiere", sagte Watson in Hamburg. Seine einfühlsamen Porträts sind bis zum 6. Januar 2013 im Rahmen einer Gesamtschau unter dem Titel "Albert Watson: Visions feat. Cotton made in Africa" im Haus der Photographie der Hamburger Deichtorhallen zu sehen.

"Diese Leute leben auf einfache Art und Weise. Und das Leben dort ist sehr hart. Dennoch strahlen sie Lebendigkeit, Energie und eine positive Einstellung aus", sagte Watson über seine Begegnungen in Benin. Entstanden sind 36 großformatige Fotografien, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen - egal, ob es sich um den einfachen Baumwollpflücker auf seinen Feldern, den König eines kleinen Reichs in seiner Tracht oder ein Bauernmädchen mit einer Python um den Hals handelt. Immer begegnet Watson ihnen auf Augenhöhe und versucht, das Wesen der Menschen einzufangen. "Benin hat mich ziemlich überrascht, weil ich zum Beispiel das Peuhl-Volk nicht kannte. Und auch sie waren neugierig auf mich!", beschreibt er seine Arbeit.

Ziel der Ausstellung ist es, Aufmerksamkeit für ein entwicklungspolitisches Thema zu schaffen. Mit der Initiative "Cotton made in Africa" sollen die Lebensbedingungen afrikanischer Kleinbauern verbessert, Armut bekämpft und zugleich Ernteerträge und Wachstum nachhaltig gefördert werden. Die Initiative wurde 2005 vom Hamburger Unternehmer Michael Otto und Partnern gegründet. "Mittlerweile unterstützen wir 450 000 Kleinbauern in sechs afrikanischen Ländern", sagte der Vorsitzende der Stiftung Aid by Trade, Johannes Merck. So bekämen die Kleinbauern überhaupt erst eine Chance, um auf dem Weltmarkt mit der amerikanischen Baumwollindustrie konkurrieren zu können, die mit zwei Milliarden US-Dollar subventioniert werde.

Neben den aktuellen Fotos aus Benin werden in verschiedenen Räumen mit rund 350 Exponaten die frühen Werkgruppen und Klassiker, vorwiegend als Vintage-Abzüge gezeigt, die Watson selbst in der Dunkelkammer gefertigt hat. "Hier wird in der Präsentation besonderer Wert auf das Prozesshafte in seiner Fotografie gelegt, was durch nie gezeigte Polaroids, Kontaktbögen und Entwurfsskizzen unterstützt wird", sagte Kurator Ingo Taubhorn. So können die Besucher auch die berühmten Bilder von Alfred Hitchcock mit einer Gans in der Hand oder von Sängerin Sade oder den rauchenden Jack Nicholson bewundern. Neben den Promi- und Mode-Fotos sind auch Landschafts- und Porträtaufnahmen aus Marokko und Las Vegas zu sehen.

dpa

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