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07:00 30.10.2018
Von Ruth Bender
"Der letzte Hummernfischer" ist einer der Dokumentarfilme, die den Blick auf nordische Realitäten eröffnen. Quelle: NFL
Lübeck

„Ein starkes Geschichtenjahr“, sagt Linde Fröhlich, seit 2001 künstlerische Leiterin des Festivals. Das spiegelt der Wettbewerb mit 17 Spielfilmen, die um den mit 12500 Euro dotierten Hauptpreis des Festivals konkurrieren.

Aus Dänemark kommt "Christian IV." über das letzte Jahr des Königs, der im 30-jährigen Krieg die dänische Vorherrschaft in der Ostsee gegen Schweden zu behaupten suchte, und das Bauerndrama "Vor dem Frost" aus dem 19. Jahrhundert. Die Hauptrolle spielt Jesper Christensen, auch als James-Bond-Bösewicht Mr. White bekannt. Auch in Finnland ist man an der Historie des Landes interessiert: "Lach oder stirb" entwirft ein Gesellschaftsbild am Ende des finnischen Bürgerkrieges 1918. Mitten im Hier und Heute bewegen sich dagegen Maria Winther Olsen von den Färöern mit dem Psychothriller "Nina" und Isold Uggadóttir aus Island mit dem Sozialdrama "Atme ganz normal".

„Das ist ein ganz eigenwilliges Erzählkino“, so Linde Fröhlich. Etwa, wenn die Low-Budget-Produktion "Christian IV." allein aus der Königskutsche heraus erzählt wird.

Kultfilmer Ingmar Bergman ist zum 100. Geburtstag eine kleine Hommage gewidmet. Der Dokumentarfilm blickt mit "Herzensland" zum zweiten Mal auf das thailändisch geprägte dänische Dorf Thy in Nordjütland. Filmemacher-Urgestein Jörn Donner zeigt unter dem Titel "Fuck Off 2" Bilder von Finnland, "690 Vopnafjördur" ein Dorfporträt zwischen Tradition und Moderne. Und das Filmforum, seit vielen Jahren Schaufenster auf das Filmschaffen in Schleswig-Holstein, hat neben dem Kieler Nachwuchs – Hille Norden (Khello Brüder) und Lisa Potthoff (Mein Vater der Fisch) – mit "Holstein Herz" den gerade fertig gestellten Film zur Saison im Programm.

www.filmtage.luebeck.de

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