6 ° / 1 ° Regen

Navigation:
"Tag des offenen Denkmals" - Hunderte Denkmäler öffneten ihre Türen

Denkmäler "Tag des offenen Denkmals" - Hunderte Denkmäler öffneten ihre Türen

Beim "Tag des offenen Denkmals" haben am Wochenende in Hamburg und Schleswig-Holstein wieder zahlreiche Denkmäler ihre Türen geöffnet. Unter dem Motto "Stiftungen und Bürgerwille" stand in diesem Jahr bürgerliches Engagement im Mittelpunkt.

Hamburg/Kiel. Allein in Schleswig-Holstein luden über 120 Schätze der Geschichte Schleswig-Holsteins zum Besuch ein. Viele der Denkmäler öffnen nie oder nur selten ihre Türen. Der diesjährige Denkmaltag stellt im Norden den Baustoff Holz in den Mittelpunkt, teilte das Denkmalamt Schleswig-Holstein mit. Fachleute und Archäologen ließen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Der Denkmaltag wird nicht nur in Deutschland, sondern europaweit begangen. Zu den Höhepunkten im nördlichesten Bundesland zählten unter anderem die Reetdachscheune auf Gut Hasselburg, die in der NS-Zeit erbaute Autobahnmeisterei der Reichsautobahn in Bad Oldesloe sowie das Alte Gießhaus in Glückstadt. Auch das Herrenhaus in Hoyerswort, ein Renaissancebau und zudem eine Rarität in Schleswig-Holstein, sollte seine Türen öffnen.

In Hamburg waren Denkmäler wie die Viktoria-Kaserne, die heute als Künstlerhaus genutzt wird, das "Heine`sche Wohnstift" am Holstenwall oder das Kinderkrankenhaus Altona, das auch aus einer Stiftung hervorging, zugänglich. Auch das Hamburger Rathaus und das Gängeviertel luden zu besonderen Führungen ein. Viele Interessierte fanden sich am Wochenende auch zu Führungen durch den Altonaer Schellfischtunnel ein. "Die Vielzahl der geöffneten Denkmäler zeigt, wie wichtig das bürgerschaftliche Engagement für die Baukultur in Hamburg ist", sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos).

Vielerorts vermittelten Architekten oder Denkmalpfleger die Gebäudegeschichte. Museen wie das Museum für Kunst und Gewerbe oder die Kunsthalle luden zu besonderen Themenführungen. Neben den vielen einmaligen Besichtigungsmöglichkeiten gab es auch ein großes Familienprogramm; Mitmach-Angebote beispielsweise in der Bergedorfer Mühle oder im Harburger Kulturkran machten die Geschichte auch für Kinder lebendig. Der "Tag des offenen Denkmals" findet in ganz Europa statt und wird in Hamburg vom Denkmalschutzamt in Kooperation mit der Stiftung Denkmalpflege Hamburg organisiert.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3