Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kultur Dortmunder Kommissar landet auf der Parkbank
Nachrichten Kultur Dortmunder Kommissar landet auf der Parkbank
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:06 18.10.2015
Der Dortmunder Kommissar pöbelt sich durch den Fall um den Kokain-Tod eines kleinen Mädchens. Quelle: Bernd Thissen/dpa

Zu Beginn des Krimis „Kollaps“ an diesem Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten ein „Schockbild“: Ein sechsjähriges Mädchen liegt auf dem Obduktionstisch, der Körper aufgeschnitten und wieder zugenäht. Emma hat im Sandkasten auf einem Spielplatz im Brennpunkt Nordstadt ein Kokaintütchen gefunden und für Bonbons gehalten. Die Kleine stirbt noch im Sandkasten. Zwei junge Drogendealer flüchten.

Die Frage ist: Wer steckt hinter den Drogen? Ein altbekannter Nordstadtgangster, der Türke Tarim Abakay vielleicht? Will er der Konkurrenz den Tod des Mädchens unterschieben, um sein Revier zurückzuerobern? Die gestressten Kommissare gehen Abakay und auch die Eltern rüde an. Haben sie etwa mit Drogen zu tun? Als einer der Kleindealer erschlagen wird, geraten der Vater und zwei seiner Freunde in Verdacht. Zu ihnen gehören ausgerechnet die zwei Sanitäter, die Emma noch retten wollten. Einer hat bei der Wiederbelebung offenbar versagt. Rache könnte ein Motiv sein.

Hat Hauptkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) vielleicht einen Fehler begangen, als er Abakay unter Druck setzte und die Auslieferung der Dealer vom Sandkasten verlangte? Jedenfalls ist die 18-jährige Niara aus dem Senegal tot. Sie war in den Kokain-Deal verwickelt. Einer im Team nimmt Faber den Tod der jungen Frau übel.

Dann passiert ein weiterer Mord. Die privaten Probleme der Kommissare reißen zusätzlich an ihren Nerven. Hauptkommissarin Martina Böhnisch (Anna Schudt) droht das Sorgerecht für ihre Söhne zu verlieren. „Ich scheiß.’auf die Rechtsprechung“, faucht Bönisch ihren Anwalt an, der ihr die Lage klarmacht.

Jungkommissar Daniel Kossik (Stefan Konarske) platzt derweil wieder vor Eifersucht. Kollegin und Ex-Freundin Nora Dalay (Aylin Tezel) taucht mit einem älteren Liebhaber auf. Kossik kann die Abtreibung des gemeinsamen Kindes nicht verwinden und wird wieder ausfallend.

Faber bleibt unterdessen unter Druck und sitzt am Ende mit der Bierflasche in der Hand im Nordstadtpark und pöbelt Rentner an: „Na, habt Ihr euch auch ordentlich eingedeckt mit Stoff? Ich kann das Koks empfehlen.“ Ein insgesamt deprimierendes Ausblick zum Filmende; Denn auch für Niaras Bruder Jamal wird Deutschland nicht zum erhofften Paradies.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kult-Komiker Mike Krüger (63) rätselt bis heute über den Tod seiner Mutter, die unter ungeklärten Umständen starb, als er drei Jahre alt war. "Ich weiß darüber eigentlich sehr wenig.

17.10.2015

Kulturstaatsministerin Monika Grütters will in Rheinland-Pfalz beschlagnahmte monumentale NS-Kunst nach einem Bericht des "Spiegel" möglichst schon im kommenden Jahr ausstellen.

17.10.2015

Der Spielfilm "Der Staat gegen Fritz Bauer" unter der Regie von Lars Kraume wurde mit dem Hessischen Filmpreis 2015 ausgezeichnet. Und Armin Rohde erhielt am Freitagabend in Frankfurt die Auszeichnung für seine Rolle in dem ARD-Krimi "Tatort: Das Haus am Ende der Straße".

17.10.2015
Anzeige