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SciFi-Komödie „Ab jetzt“ im Schauspiel

Turbulente Premiere SciFi-Komödie „Ab jetzt“ im Schauspiel

Eine gestörte Familie, ein moderner Einsiedler und ein Haushaltsroboter mit sehr weiblichen Formen - daraus machte Alan Ayckbourn 1987 die SciFi-Komödie „Ab jetzt“. Vor allem für die Schauspieler gab es bei der Premiere im Schauspielhaus jetzt viel Applaus.

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"Ab Jetzt" feierte Premiere im Schauspielhaus.

Quelle: Olaf Struck

Kiel. Die Stars an diesem von Regisseur Harald Weiler inszenierten Abend sind Agnes Richter und Jennifer Böhm, wechselweise in der Rolle des Haushaltsroboters GOU zu sehen, der im Spiel für die komischen Turbulenzen zwischen Mensch und Maschine sorgt. Und wie die Schauspielerinnen die elektronische Gefährtin des Hausherrn ruckend und zuckend zum Leben erwecken, mit Schnarrstimme und unbeholfen über die Bühne stockernd, das ist ein großes Vergnügen. Auch als bestellte Hostess (Richter) und Ehefrau (Böhm) überzeugen die beiden. Vor allem Agnes Richter lässt ihre Zoe herrlich überdreht an den Rand des Nervenzusammenbruchs taumeln.

Daneben bleibt Oliver E. Schönfeld in der Rolle des verlassenen Familienvaters und modernen Einsiedlers Jerome vor allem Stichwortgeber und Projektionsfläche für die Figuren, die Ayckbourn ins Spiel schickt.

So zettelt die Truppe, verstärkt von ein paar herrlich anspielungsreichen Videoauftritten von Zacharias Preen und Imanuel Humm, auf der zwischen Musikstudio und StarTrek-Cockpit changierenden Bühne von Norbert Ziermann ein überkandideltes Eifersuchts- und Verwechslungsspiel an. Das beginnt so hochkomisch wie rasant; aber dann mag sich Regisseur Weiler doch nicht entschließen, die Komödienmaschinerie komplett durchdrehen zu lassen. Und so muss es das versierte und engagierte Ensemble herausreißen, dass die Inszenierung immer mal wieder an Fahrt verliert.  

Schauspielhaus Kiel. Vorstellungen: 20., 24. Januar, 1.,4.,7., 14., 16., 18., 23. Februar. Kartentel. 0431/901901, www.theater-kiel.de

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