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Kultur Kritisches Miteinander im Bunker D
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11:30 16.11.2017
Von Sabine Tholund
Ulrike Theusner vor einer gespenstischen Parade in ihrer Ausstellung „Endspiel“. Quelle: Björn Schaller

Kleinteilig und flirrend bunt ist diese Zeichnung mit Tusche und Pastellkreiden, die trotz der vordergründigen Fröhlichkeit ihrer Protagonisten ungute Gefühle beim Betrachter weckt. Vollkommen stumpf scheinen diese Masken- und Kappenträger geradeaus zu marschieren und dabei alles niederzuwalzen, was sich ihnen in den Weg stellt. Dazu passt der Titel der sehenswerten Schau, „Endspiel“, in der die 35-Jährige, die in Weimar und in Nizza studiert hat, sich unter anderem kritisch mit dem gesellschaftlichen Miteinander in unserer Zeit auseinandersetzt. Sehr gern sei sie Klaus Heinzes Einladung gefolgt, an diesem besonderen, ambivalenten Ort auszustellen, sagt Theusner, denn der Bunker sei in seiner Geschichtsträchtigkeit einerseits beklemmend, andererseits ein Raum der Zusammenkunft.

Ein persönliches Gefühl der Beklemmung beackert sie seit 2015 in einer tagebuchartig entstandenen Bildserie, in der es um gestörte Beziehungen und die Unfähigkeit des Einzelnen geht, etwas anderes als sich selbst wahrzunehmen. Da sieht man den Snob, der nur um sich selbst kreist, oder den hohläugigen Hipster, dessen fehlende Hände auf seine Handlungsunfähigkeit verweisen. Und in einer nächtlichen Straßenszene wenden sich sogar die Straßenlaternen voneinander ab.

Bunker D der FH Kiel. Eröffnung heute, Do., 18 Uhr. Bis 13. Dezember, mittwochs von 10 - 20 Uhr und nach Vereinbarung unter: bunker-d@fh-kiel.de.

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