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Kultur Vielfalt des Nordens in einer Halle
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11:59 22.09.2012
Zur "Schau der 1000 Bilder" in der Kieler Sparkassen-Arena haben sich 120 Künstler aus dem Norden angemeldet. Quelle: Ehrhardt

Die Größe der insgesamt 105 Kojen ist genormt. Wie die vier mal zwei Meter kleinen Räume in der dicht besetzten Halle jedoch gefüllt sind, könnte unterschiedlicher nicht sein. Über 120 Künstlerinnen und Künstler nehmen an der Kunstmesse teil, einige teilen sich die Stände, denn es gibt immer mehr Interessenten als Plätze.

 „Ich bin gespannt auf hoffentlich freundliche, geduldige und interessierte Besucher, die Lust auf Kunst haben“, so die Kielerin Birgit Brab, die mit ihren formreduzierten Radierungen dezente Akzente setzt. „Es wird zwar sicher wie immer ein anstrengendes, aber auch sehr motivierendes Wochenende.“ Wie die meisten Teilnehmer freut sich die Grafikerin auch auf Gespräche mit selten gesehenen Kollegen, die oft auch neue Inspirationen mit sich bringen. „Diese Veranstaltung ist ein bisschen wie ein großes Betriebsfest“, bringt die Neumünsteranerin Monika Rathlev auf den Punkt. „Sie bietet uns Künstlern eine tolle Möglichkeit des Austausches.“

 Wer mitmachen kann, entscheidet das Datum der Anmeldung. Entsprechend facettenreich ist das Angebot. Abstrakte Kompositionen hängen in friedlicher Nachbarschaft zu gegenständlichen Arbeiten, Experimentelles verträgt sich mit Konventionellem, die norddeutsche Landschaft mit Action Painting, der schrille Comic mit der dezenten Radierung. Als Gäste sind zwei Kunstvereine geladen, darunter der Verein der Kunstfreunde multiple art.

 Bilder, darunter auch fotografische Arbeiten, stellen den Löwenanteil der großen, bunten Schau. Doch auch ein paar Bildhauer und Keramikkünstler haben Stellung bezogen und präsentieren Figürliches, Kurioses, manchmal auch Kitschiges im handlichen Mitnahmeformat. „Die Kunstmesse ist einzigartig im Land. Sie wird von den Künstlern organisiert und wird von Mal zu Mal größer“, erzählt Di Meglio.

 Die Vorsitzende des BBK-SH freut sich über den steten Zuwachs an Teilnehmern und Besuchern. Über 5000 Gäste wurden 2010 gezählt. „Die Schau hat sich in den Köpfen der Besucher festgesetzt. Wir erreichen ein breit gefächertes Publikum, darunter auch Leute, die nicht ins Museum oder in eine Galerie gehen würden. Manche kommen mit der ganzen Familie.“

 150 Euro Standgebühr muss jeder Teilnehmer aufbringen. „Meist geht man plus minus Null nach Hause“, so Di Meglio. Das klingt ernüchternder als es gemeint ist. Denn das Ende der Schau ist oft der Anfang einer neuen Geschäftsbeziehung. Einige Besucher nutzen die Messe, um mit den Künstlern in Kontakt zu treten und bei späteren Atelierbesuchen aus einem größeren Angebot an Arbeiten auswählen zu können. Wer nur die ganz kleine Geldbörse einstecken will, kann mit Glück ein Kunstwerk für nur einen Euro ergattern. So viel kostet nämlich ein Los, das jeder Besucher am Eingang erstehen kann. Die Gewinne wurden von Künstlern und Sponsoren gestiftet.

 Sparkassen-Arena Kiel: Sonnabend 12-20 Uhr, Sonntag 10-17 Uhr.

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