Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kultur Kolossales Konzert im Kieler Schloss
Nachrichten Kultur Kolossales Konzert im Kieler Schloss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:34 13.01.2019
Von Thomas Richter
Das NDR Elbphilharmonie Orchester um Marek Janowski und Nina Stemme. Quelle: Marco Ehrhardt
Kiel

Man darf sich schon fragen, warum das Kieler Schloss beim „Wagner-Fest“ mit den Weltstars Marek Janowski und Nina Stemme und dem NDR Elbphilharmonie Orchester nur gut gefüllt war und nicht aus allen Nähen platze. Nun gut. Für diejenigen, die sich am Ende eines kolossalen Konzerts mit vielen „Bravos“ und stehenden Ovationen bedankten, hat sich der Besuch  in jeder Beziehung gelohnt. 

Bereits der Aufbau beeindruckt

Bereits der Aufbau, der jeden Zentimeter des Bühnenraums einzunehmen scheint, beeindruckt. Und  die berühmten sechs Harfen, die Richard Wagner speziell für seine Götterdämmerung vorgesehen hat, sieht man ohnehin nicht alle Tage. Das alles und ein fast hundertköpfiges Orchester für einen Abend von Hamburg nach Kiel zu schaffen, ist schon logistisch aller Ehren wert. Chapeau und danke!

Das Programm war alleroberste Schublade

Das  Programm war alleroberste Schublade im Schaffen des Bayreuther Meisters. Der Ouvertüre und dem energiegeladene Venusberg-Bacchanal aus Tannhäuser folgte das berückende Vorspiel (der Tristan-Akkord, man kann sich ja nicht satt hören...) und „Isoldes Liebestod“ aus Tristan und Isolde. Letzterer traumschön gesungen von der schwedische Sopranistin Nina Stemme, die ihre Qualität als Interpretin großer dramatischer Wagner-Partien an Häusern wie der Met New York, Mailänder Scala, Wiener Staatsoper oder bei den Bayreuther Festspielen regelmäßig erlebbar macht. Nach der Pause überwältigte ein ultimatives Best of aus der Götterdämmerung: „Siegfrieds Rheinfahrt“ und „Siegfrieds Trauermarsch“ mündeten in „Brünnhildes Schlussgesang“, dem großen Erlösungswerk und Finale Grande des „Ring des Nibelungen“. Nina Stemme zog noch einmal alle Register und vermochte sich von der Chorempore aus beinahe mühelos gegen die geballte Wucht des Orchesters durchzusetzen.

Episch-fließende und farbenreich wuchtige Wagner-Interpretation

Unaufgeregt und trotzdem voller Intensität lässt Maestro Marek Janowski das NDR Elbphilharmonie Orchester aufspielen. Der Dirigent, der zuletzt im Sommer 2016 und 2017 WagnersRing des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen leitete, generierte eine ebenso episch-fließende und farbenreiche wie klangsatte und wuchtige Wagner-Interpretation.     

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie erklärt man jungen, Smartphone-affinen Menschen das Phänomen „Buch“? Stand-up-Kabarettist Özgür Cebe probiert es so: „Das sind tätowierte Bäume!“ Mit seiner mal lustvoll albernen, mal hintergründigen Komik überzeugte Cebe das Publikum im Lutterbeker.

Beate Jänicke 13.01.2019

Die Faszination für die Kultband The Doors bleibt ungebrochen. Die Tribut-Band The Doors in Concert stand den einstigen Psychedelic-Rockern um Frontmann Jim Morrison in einer ausverkauften Räucherei in kaum etwas nach und begeisterte vom Fleck weg.

Thorben Bull 13.01.2019

Vor 20 Jahren erschien das Debütalbum „Baby One More Time“ von Britney Spears, der Pop-Ikone der Generation MTV. Eine Hommage.

12.01.2019