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Kultur Westernhagen gibt alle Echos zurück
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13:11 18.04.2018
Seinen letzten Echo gewann Marius Müller-Westernhagen 2017. Quelle: dpa
Hannover

 Marius Müller-Westernhagen will nach den Antisemitismus-Schlagzeilen um den Musikpreis Echo alle seine Trophäen zurückgeben. Das kündigte der Musiker am Dienstag auf Facebook an.

„Die Verherrlichung von Erfolg und Popularität um jeden Preis demotiviert die Kreativen und nimmt dem künstlerischen Anspruch die Luft zum Atmen. Eine neue Stufe der Verrohung ist erreicht“, erklärte er.

Money makes the world go round. Mit großem Interesse habe ich von Südafrika aus die peinlichen Vorkommnisse bei der...

Gepostet von Westernhagen am Dienstag, 17. April 2018

Am vergangenen Donnerstag waren die Rapper Kollegah und Farid Bang für ihr Album „Jung, Brutal, Gutaussehend 3“ ausgezeichnet worden. Es enthält Textzeilen wie „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ und „Mache wieder mal ’nen Holocaust, komm’ an mit dem Molotow“. Dass diese Musik beim Echo preiswürdig ist, hatte heftige Kritik und eine Debatte um Antisemitismus ausgelöst.

Westernhagen, der im vergangenen Jahr einen Echo für sein Lebenswerk erhalten hatte, schrieb bei Facebook, er schließe sich seinem Freund und Kollegen Klaus Voormann an und werde alle Echos zurückgeben. „Das schafft Platz bei mir zu Hause und in meinem Herzen.“

Auch der Pianist Igor Levit hat die Auszeichnung aus Protest zurückgegeben, ebenso wie die das Klassikensemble „Notos Quartett“.

„Ich bin nicht der Meinung, dass die mit dem ECHO ausgezeichneten Rapper Antisemiten sind. Sie sind einfach erschreckend ignorant“, schrieb Müller-Westernhagen.

Von RND/iro/dpa

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