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Medien Bei Windelalarm „Curaluna“ wird Carsten Maschmeyer emotional
Nachrichten Medien Bei Windelalarm „Curaluna“ wird Carsten Maschmeyer emotional
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09:59 24.10.2018
Christoph Hohl (l.) und Dr. Frank Steinmetz aus Frankfurt a. Main präsentieren mit "Curaluna" einen Windel-Sensor. Sie erhoffen sich in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ ein Investment von 600.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Quelle: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer
Hannover

Erst ein Mittel gegen Kaninchendreck, dann der Kampf gegen volle Windeln. In der Vox-Sendung „die Höhle der Löwen“ waren am Dienstag mal wieder einige außergewöhnliche Gründerideen dabei.

Dr. Frank Steinmetz (53) und Christoph Hohl (46) stellen den „Löwen” ihren Windelsensor „Curaluna” vor. „Unsere Tochter Luna ist mit sechs Monaten in die Kinderklinik gekommen, weil sie eine Blasenentzündung hatte. Der Grund war, dass wir sie nicht schnell genug gewickelt haben. Das war die Geburtsstunde von ‚Curaluna’”, so Dr. Frank Steinmetz.

Und Christoph Hohl erzählt: „Mein jüngerer Bruder und ich wurden von unserer lieben Oma großgezogen. Irgendwann war es leider soweit und sie war ein Pflegefall. In unserer Familie haben wir entschieden, die Pflege komplett zu übernehmen. Hätten wir damals den Windelsensor gehabt, wäre der Alltag viel einfacher gewesen. Jeder hätte zu jedem Zeitpunkt gewusst, ob wir unserer Oma helfen müssen.” Mit ihrer Erfindung möchten die Gründer von „Curaluna” die Pflege ein Stückchen menschlicher und würdiger machen. Kein Mensch soll auch nur eine Minute länger als unbedingt notwendig in seinen eigenen Ausscheidungen liegen. Der Sensor misst den Feuchtigkeitsgehalt und die Temperatur einer Windel und übermittelt die Informationen per Bluetooth an das Smartphone. Innerhalb der Software ist es möglich mehrere Profile anzulegen, so dass der Windel-Sensor auch für Pflegeeinrichtungen oder Kindertagesstätten in Frage kommt. Um den Windelsensor weiterzuentwickeln und serienreif zu machen, benötigen die Gründer 600.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Die Löwen sind aber nicht begeistert – die Gründer haben ihr Unternehmen zu hoch bewertet – keine Sympathiepunkte bei den Juroren. „Ich habe meine Mutter, die ich sehr geliebt habe, vor einigen Jahren verloren. Sie war am Schluss sehr bettlägerig“, sagt Maschmeyer und wendet den Sensor in der Hand hin und her. „Auch nur bei zehn Prozent Feuchtigkeit in der Windel hätte ich gewollt, dass die Pfleger oder ich davon wissen und sie so trocken gelegt hätten“, erzählt Maschmeyer emotional. „Deswegen mache ich etwas, obwohl ich sauer auf sie bin, wie Sie hier auftreten“, sagt er – und macht ein Angebot.

Carsten Maschmeyer bietet 600.000 für 25,1 Prozent an. Doch hat das ganze Ding einen Haken: Er gibt das Geld erst, wenn das Patent erteilt wird und der Windelalarm nachweislich funktioniert. Vorab würde er aber 50.000 Euro Entwicklungshilfe leisten. Nehmen die Gründer an? „Sie reichen uns die Hand, wir nehmen die Hand“, so die Gründer. Verhaltener Applaus und wohlwollendes Kopfnicken.

Von RND

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