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Medien Das Duell: iPhone 3G gegen iPhone 7 Plus
Nachrichten Medien Das Duell: iPhone 3G gegen iPhone 7 Plus
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08:01 06.01.2017
Kamera-Vergleich: links ein iPhone 3G von 2008, rechts ein iPhone 7 Plus von 2016. Wie sehr hat sich die Qualität der Fotos verändert? Quelle: Agnieszka Krus
Hannover

Vor zehn Jahren revolutionierte Apple mit dem iPhone den Smartphone-Markt. Erstmals passte ein vollwertiger Computer in die Hosentasche und ließ sich trotzdem bequem bedienen. Die Kamera machte allerdings miserable Bilder. Mittlerweile ist die elfte Generation erschienen, und mit jeder Generation wurde das iPhone etwas besser – vor allem die Kamera in Apples Smartphone. Aber sehen Sie selbst: Wir haben fünf Motive mit einem iPhone 3G und mit einem iPhone 7 Plus fotografiert. Der Unterschied ist gewaltig. Die Ergebnisse finden Sie in unserer Bildergalerie.

Zehn Jahre iPhone: Wie hat sich die Kamera-Technik des Smartphones in dieser Zeit verändert? Wir haben es ausprobiert. Unsere Ergebnisse sehen Sie in der Bildergalerie.

Es ist natürlich ein unfairer Vergleich. Etwa neun Jahre liegen zwischen beiden Modellen. Das iPhone 3G erschien 2008, es war der überarbeitete Nachfolger des ersten iPhones. Nur an der Kamera hatte Apple damals nichts geändert – sie war die gleiche wie die in der ersten Generation. Das Starten der Kamera-App dauerte eine gefühlte Ewigkeit, und wenn der Benutzer dann endlich auf den Auslöser tippen konnte, vergingen noch einmal zwei bis drei Sekunden, bis das iPhone ein Foto machte. Deshalb fotografierte man besser keine Motive, die sich bewegten, so wie Hunde. Sonst hatte man vielleicht nur die Hinterbeine auf dem Foto. Wenn überhaupt.

Erst das iPhone 4 hatte eine Selfie-Kamera

Außerdem machte man besser keine Bilder in Zimmern. Das iPhone hatte damals noch keinen Blitz. Dafür verfügte das 3G aber über einen Zoom. Nur: Wenn man die Finger auf dem Bildschirm auseinander schob und das Motiv vergrößerte, wurde das Bild noch grobkörniger, als es sowieso schon war – die Kamera hatte nur eine Auflösung von zwei Megapixel. Außerdem konnte man den Autofokus noch nicht manuell einstellen. Das war erst beim Nachfolger, dem iPhone 3GS, möglich. Und eine zusätzliche Frontkamera für Selfies bekam Apples Smartphone erst mit der vierten Generation im Jahr 2010.

Oben: ein iPhone 3G. Unten: ein iPhone 7 Plus. Quelle: Agnieszka Krus

Und heute? Gehört die iPhone-Kamera zu den beliebtesten weltweit. Mit kaum einem anderem Gerät werden so viele Fotos gemacht. Und sie zählt zu den besten Smartphone-Kameras, gleichauf mit der des Samsung Galaxy S7 und den Kameras von vielleicht noch ein, zwei anderen Modellen. Die aktuelle Generation von Apples Smartphone hat diese Position weiter gefestigt.

Das iPhone 7 Plus hat zwei Kameras: Die eine hat eine Auflösung von 12 Megapixeln, die andere eine von 7 Megapixeln. Apple hat die Blende auf f/1,8 vergrößert, damit mehr Licht auf den Sensor fällt, und die Reaktionszeit deutlich verkürzt. Die Kamera-App startet schneller, das Smartphone macht umgehend ein Foto, wenn der Benutzer den Auslöser drückt. Im Smartphone sorgt ein optischer Bildstabilisator dafür, dass Fotos nicht so schnell verwackeln.

Abstand zur Spiegelreflexkamera ist kleiner geworden

Das iPhone 7 Plus, das größere Modell der aktuellen Generation, bietet dem Anwender zusätzlich einen optischen Zoom, weil Apple zwei Objektive eingebaut hat: ein Tele- und ein Weitwinkelobjektiv. Darüber hinaus hat das Smartphone auch einen digitalen Zoom. Wenn man ihn ausreizt, werden die Bilder aber sehr pixelig, weil nur der Ausschnitt eines Fotos vergrößert wird. Das können Sie in unserer Bildergalerie sehen. Aber die Fotos zeigen auch: Der Abstand zwischen Smartphone und Spiegelreflexkamera ist in den vergangenen Jahren kleiner geworden.

Die iPhone-Evolution

Das erste iPhone im Jahr 2007 hat den Vormarsch der Smartphones angestoßen und nicht nur die Mobilfunk-Industrie umgekrempelt. Ein Überblick über die Entwicklung der Geräte von Modell zu Modell:

Das erste iPhone: Es wurde am 9. Januar 2007 von Steve Jobs vorgestellt. Für das Jahr 2007 waren der große Touchscreen ganz ohne Tastatur und die Bedienung per Finger ein radikales Konzept, das die Smartphone-Revolution entscheidend anschob. Dabei verzichtete Apple bei der ersten Version sogar auf den schnellen UMTS-Datenfunk.

iPhone 3G: Ein iPhone 2 gab es nie - stattdessen kam im Sommer 2008 das iPhone 3G, was auf die Unterstützung des 3G-Standards UMTS hinwies. Das Aluminium-Gehäuse wurde durch eine Plastik-Schale ersetzt. Mit dem App Store öffnete Apple die Plattform für Programme verschiedener Entwickler.

iPhone 3GS: Mit dem Modell des Jahres 2009 führte Apple sein „Tick-Tock“-Prinzip ein, bei dem die iPhones alle zwei Jahre radikal erneuert werden und es zwischendurch ein „S“-Modell im unveränderten Design, aber mit aufgerüstetem Innenleben gibt. Das 3GS bekam eine bessere Kamera und einen schnelleren Chip.

iPhone 4: Das letzte Modell, das Gründer Steve Jobs noch selbst vorstellte. Das kantige Design des iPhone 4 mit einer gläsernen Rückwand war 2010 aufsehenerregend, zugleich häuften sich zunächst Berichte über Empfangsprobleme mit der Antenne am Außenrand.

iPhone 4S: Apple ließ sich 15 Monate Zeit bis Oktober 2011 mit einer Aktualisierung. Zu den Neuerungen gehörte neben technischen Verbesserungen die Sprachassistentin Siri.

iPhone 5: Während die Smartphones der Wettbewerber immer größer wurden, erweiterte Apple 2012 zunächst vorsichtig die Bildschirm-Diagonale von 3,5 auf 4 Zoll. Zugleich wurde das Gerät deutlich dünner gemacht und bekam wieder eine Aluminium-Hülle.

iPhone5S: Die wichtigste Neuerung im Herbst 2013 war der Fingerabdruck-Sensor zum Entsperren der Telefone. Zudem entwickelte Apple unter anderem die Kamera weiter.

iPhone 6: Erstmals entschied sich Apple 2014 für zwei neue Modelle mit deutlich größeren Bildschirmen mit Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll. Der Schritt löste einen Absatzsprung aus, Apple kam monatelang der Nachfrage nicht hinterher. Die Geräte wurden abermals dünner.

iPhone 6S: Gleiches Gehäuse, bessere Technik - das reichte im Weihnachtsquartal 2015 knapp für den nächsten Absatzrekord von knapp 74,8 Millionen verkauften iPhones.

iPhone 7: Zum ersten Mal geht Apple ins dritte Jahr mit einem weitgehend unveränderten äußeren Design. Aber Apple verzichtete unter anderem auf die klassische Ohrhörer-Buchse zugunsten des digitalen „Lightning“-Anschlusses.

Von RND/Angieszka Krus (Fotos) und Markus Werning

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