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Medien Facebook – Daten-Teilen mit der ganzen Welt
Nachrichten Medien Facebook – Daten-Teilen mit der ganzen Welt
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11:31 08.06.2018
Pannenserie: Facebook. Quelle: AP
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Menlo Park

Durch eine Datenschutz-Panne von Facebook haben mehrere Millionen Nutzer ihre Beiträge möglicherweise ungewollt mit der ganzen Welt geteilt – statt nur mit ihren Freunden. Dem Online-Netzwerk zufolge könnten 14 Millionen Mitglieder von der Panne betroffen sein. Der Software-Fehler wurde im Mai nach zehn Tagen behoben.

Die Panne unterlief dem Online-Netzwerk ausgerechnet während der Bemühungen, das Vertrauen von Nutzern und Politik nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica zurückzugewinnen.

Privatsphären-Einstellung im Hintergrund auf „alle“ umgestellt

Der Fehler passierte bei der Arbeit an einer neuen Funktion, wie Facebook in der Nacht zum Freitag erläuterte. Grundsätzlich ist die Einstellung so geregelt, dass Nutzer bei jedem Beitrag entscheiden können, ob die Inhalte nur für Freunde, oder auch für Freunde von Freunden – oder für alle bei Facebook zu sehen sein soll. Dabei wird die letzte Auswahl automatisch für den nächsten neuen Beitrag übernommen.

Die neue Funktion für das Teilen von Profil-Inhalten hätte diese Voreinstellung nicht beeinflussen dürfen, weil es dabei grundsätzlich um Dinge geht, die man öffentlich zeigen will. Dennoch schaltete das System die Privatsphären-Einstellung auch beim nächsten regulären Facebook-Post im Hintergrund auf „alle“ um.

Der Empfängerkreis wurde korrigiert

Die Nutzer seien vermutlich davon ausgegangen, dass die Beiträge wie gewohnt nur in einem engeren Kreis geteilt werden – denn sie hatten ja nichts daran geändert.

Nun korrigierte Facebook den Empfängerkreis der in diesem Zeitraum geposteten öffentlichen Beiträge wieder auf den Stand der Voreinstellung vor Auftreten des Softwarefehlers. Die betroffenen Nutzer werden informiert. Ihnen wird außerdem angeboten, die fraglichen Posts in einer Übersicht noch einmal zu überprüfen.

Facebook will in Sachen Fehler transparenter werden

Datenschutz-Chefin Erin Egan betonte, Facebook versuche, nach der Kritik am Umgang mit dem Datenabfluss an Cambridge Analytica transparenter über Fehler zu informieren. Das Online-Netzwerk ist in den USA an Auflagen aus einer Einigung mit der Verbraucherschutzbehörde FTC gebunden, die unter anderem ein eindeutiges Einverständnis der Nutzer für eine Änderung der Privatsphären-Einstellungen erfordern.

Von Andrej Sokolow

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