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Nachrichten Medien Facebook schaltet Werbung im Messenger
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16:53 13.07.2017
Auf der Startseite der App soll künftig recht großflächig Werbung angezeigt werden. Quelle: dpa
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Hannover

Facebook wird in seiner Messenger-App künftig Werbung schalten. Das kündigte das Unternehmen auf seiner Website an. Die Werbung wird auf dem Startbildschirm der App angezeigt, auf dem auch die letzten Chatkontakte aufgelistet sind. Die Anzeige soll etwa die Hälfte des Smartphone-Bildschirms einnehmen.

Bereits sei Januar hatte Facebook die Werbeoffensive in Australien und Thailand getestet – jetzt wird die Beta-Version weltweit auf die Smartphones gespielt. Nach Angaben des Unternehmens bekommen aber nicht alle Nutzer sofort Anzeigen zu sehen, sondern es werden nach und nach immer mehr Accounts dazugeschaltet. Weltweit nutzen 1,2 Milliarden Menschen den Facebook Messenger.

Die Anzeigen sollen mit „Sponsored“ überschrieben sein. Quelle: Facebook

Werbetreibende können gezielt bestimmte Gruppen ansteuern. Facebook sortiert die Nutzer dafür nach den Interessen, die sie auf ihren Profil-Seiten angegeben haben. Dazu gehören Likes von Internetseiten genauso wie die Kategorien Aktivitäten, Lieblingsmusik, Filme und TV-Sendungen. Klickt ein Messenger-Nutzer auf eine Anzeige, die mit dem Begriff „Sponsored“ überschrieben sein soll, wird er entweder zu einer Website geleitet oder zu einer Unterhaltung mit dem Unternehmen im Messenger.

Die App soll so für die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden interessant werden – und Facebook nicht zuletzt Geld einbringen. So könnten zum Beispiel Fluggäste ihre Frage zur Verbindung über den Messenger an das Serviceteam stellen oder Modeunternehmen per Chat eine Stilberatung anbieten. Schon jetzt werden laut Facebook jeden Monat eine Milliarde Nachrichten zwischen Unternehmen und Kunden über die App verschickt.

Whatsapp, das ebenfalls zum Facebook-Konzern gehört, ist bisher werbefrei. Es könnte sein, dass Facebook die Interaktionen mit Unternehmen künftig vor allem über den Messenger laufen lassen und Whatsapp privat halten will.

Von Anne Grüneberg/RND

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