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Medien Facebook zielt mit neuer App auf Musical.ly-Nutzer ab
Nachrichten Medien Facebook zielt mit neuer App auf Musical.ly-Nutzer ab
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15:22 25.10.2018
Könnte Musik der Schlüssel sein, dass Facebook für jüngere Nutzer attraktiver wird? Quelle: dpa-tmn
Menlo Park

Facebook möchte wieder für jüngere Nutzer attraktiver werden. Laut „Techcrunch“ arbeitet das Unternehmen an einer eigenständigen App Lasso, die sich speziell an Teenager richtet. Dabei lässt sich der Internetriese offensichtlich einmal mehr von der Konkurrenz inspirieren.

Nutzer sollen über die App kurze Videos aufnehmen können, während sie ihre Lippen synchron zu einem Popsong bewegen und tanzen können. Klingt vertraut? Offensichtlich richtet sich die App an dieselbe Zielgruppe, die Musical.ly weltweit zu einem Erfolg gemacht haben.

Der Hype um Playback-Videos

2014 gründeten Alex Zhu und sein langjähriger Freund Luyu Yang Musical.ly in Shanghai. Dessen Nutzerzahlen wuchsen schnell auf zuletzt mehr als 200 Millionen. Da war die App bereits vom chinesischen Medienunternehmen Bytedance aufgekauft. Laut Bloomberg und dem Wall Street Journal soll der Kaufpreis, den die Chinesen November 2017 zahlten, zwischen 800 Millionen Dollar und einer Milliarde Dollar gelegen haben.

Im August 2018, der Hype um die selbstgedrehten Playback-Videos war vorbei, strich Bytedance dann die App, um sie in ihre bereits vorhandene, noch erfolgreichere Kurzvideo-Plattform TikTok zu integrieren.

Musical.ly als Vorbild

Wer sich heute die App herunterlädt, wird mit dem Zusatz „including musical.ly“ erinnert, dass diese neben Comedy- und Sportclips, Minitutorials, Gaming- und Reisebeiträgen auch noch die Möglichkeit bietet, lippensynchron seinen Stars nachzueifern.

Letzteres möchte Facebook laut „Techcrunch“, das sich auf gegenwärtige und frühere Mitarbeiter beruft, nun wiederbeleben: „Im Grunde ist es wie TikTok/Musical.ly. Es ist bildschirmfüllend, für Teenager konzipiert, es macht Spaß und ist lustig und es geht darum, etwas zu erschaffen“, wird davon einer zitiert. „Viel von dem, was sie machen, ist um cool zu wirken und dafür Rückmeldungen zu bekommen.“

Musik gibt es bald auch direkt auf Facebook

Facebook werde damit auch versuchen, aus den Lizenzverträgen, die das Unternehmen zu Anfang des Jahres mit allen großen Plattenfirmen schloss, Profit zu schlagen. Zunächst verhinderten die Gebühren lediglich, dass Nutzervideos wegen Urheberrechtsverletzungen gelöscht werden mussten.

Schon bald darauf wurde es möglich, Instagram-Stories mit Stickern einen Soundtrack zu geben. Ein Feature, das sich bald auch in den Stories und der Zeitleiste auf der Facebook-Seite wiederfinden soll. Auch das ist nicht neu, Facebook-Profile könnten damit schon bald Ähnlichkeiten mit dem Social-Media-Pionier Myspace haben.

Augmented-Reality-Brille in der Entwicklung

Auch an anderer Stelle möchte Facebook künftig mitmischen. So bestätigte Facebooks Augmented-Reality-Chef Ficus Kirkpatrick, dass der Konzern derzeit an einer eigenen Hardware tüftelt: „Ja, natürlich arbeiten wir an AR-Brillen. Wir wollen diese Brillen Realität werden lassen und unseren Teil beitragen, dass das gelingt“, sagte er.

An erweiterter Realität (Augmented Reality), also das Wahrgenommene computergestützt etwa durch den Blick durch eine Brille zu erweitern, arbeiten nicht nur Branchenriesen wie Microsoft und Google, sondern auch Start-ups wie Magic Leap and Thalmic Labs.

Von RND/nie

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