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Medien Social Media: Kanye West will Likes und Follower ausschalten
Nachrichten Medien Social Media: Kanye West will Likes und Follower ausschalten
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11:24 24.09.2018
Kanye West macht sich sorgen über die psychische Gesundheit von Social-Media-Nutzern. Quelle: Jonathan Brady/PA Wire/dpa
Hannover

Wenn Kanye West twittert, kann man nie genau wissen, was einen erwartet. Sein Account – dem fast 30 Millionen Menschen folgen – ist eine wilde Mischung aus Bildern, Ankündigungen, Screenshots und Gedanken wie „Music is space between noise“. Doch auch wenn West soziale Medien wie Twitter viel nutzt – ein bedingungsloser Fan scheint der Rapper nicht zu sein. Oder zumindest hat er eine Idee, wie sie besser werden könnten.

„Wir sollten in der Lage sein, an sozialen Medien teilzunehmen, ohne zu zeigen, wie viele Follower oder Likes wir haben“, twitterte der Rapper vor Kurzem. Genauso wie man Kommentare abschalten könnte, sollte man auch die Anzeige von Follower-Zahlen ausschalten können. Denn: „Diese haben eine äußerst negative Auswirkung auf unser Selbstwertgefühl.“

Einige Tage später twitterte er, Menschen würden sich umbringen, weil sie nicht genügend Likes hätten. Er selbst hätte gerne die Option, seine Follower oder Likes nicht zu zeigen.

Twitter will sich ändern

Alles Unsinn, eine weitere seltsame Kanye-Idee? Nicht wirklich. Tatsächlich ist die Frage, wie soziale Medien zu „besseren“ Orten werden, eine, die auch die Tech-Welt beschäftigt. Jack Dorsey, Chef von Twitter, sagte beispielsweise vor Kurzem in einem Interview mit der „Washington Post“ die Anreize, die Twitter setze, „seien nicht mehr richtig“. In dem Zusammenhang könne er sich auch vorstellen, die Art und Weise, wie auf Twitter Likes und Follower-Zahlen dargestellt werden, zu überarbeiten, sagte Dorsey.

Auch in einer Unterhaltung mit West, die dieser auf Instagram veröffentlichte, sagte Dorsey, man habe bei Twitter viel über die Likes und Follower-Zahlen nachgedacht. „Wir wollen uns ändern. Was vor 12 Jahren Sinn hatte, hat heute keinen Sinn mehr. Zumindest für uns.“ Dass man die Zahl dick und groß gemacht habe, gebe den Menschen den Anreiz, sie zu erhöhen. Wenn sie das nicht könnten, würden sie sich schlecht fühlen. „Das ist nicht richtig.“

Zustimmung von Snapchat

Auch von Snapchat bekam West positive Reaktionen. Ben Schwerin, verantwortlich für Partnerschaften, schrieb West: „Ich denke, das, was du sagst, ist wirklich kraftvoll und zeitgemäß.“ Bei Snapchat sei es nie darum gegangen, Eitelkeiten zu messen, so Schwerin.

Dass sich die Chefs von Twitter, Instagram, Facebook und Snapchat aber tatsächlich, wie von West gefordert, bei einem live übertragenen Treffen mit der Frage auseinandersetzen, ist eher unwahrscheinlich.

Von asu/RND

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