Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Medien Nach Hackerangriff: Knuddels muss Bußgeld bezahlen
Nachrichten Medien Nach Hackerangriff: Knuddels muss Bußgeld bezahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:48 22.11.2018
Die Plattform Knuddels. Quelle: Screenshot Knuddels
Karlsruhe/Stuttgart

Das soziale Netzwerk Knuddels.de muss ein Bußgeld in Höhe von 20.000 Euro zahlen, weil Passwörter von Nutzern unverschlüsselt gespeichert worden sind. Damit habe das Unternehmen aus Karlsruhe gegen die Pflicht verstoßen, die Sicherheit von personenbezogenen Daten zu gewährleisten, teilte der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte Stefan Brink am Donnerstag in Stuttgart mit. Er hielt dem Unternehmen zugute, dass es sich nach einem Hackerangriff an die Datenschutzbehörde wandte und die Nutzer sofort und umfangreich über den Angriff informierte.

Nach einem Hackerangriff waren nach Darstellung des Unternehmens vom September im Internet rund 808.000 E-Mail-Adressen sowie 1.872.000 Pseudonyme und Passwörter veröffentlicht worden.

Hackerangriff war „Belastungsprobe“ für Knuddels

Brink sagte, das Unternehmen habe in vorbildlicher Weise mit seiner Behörde zusammengearbeitet und die IT-Sicherheit erheblich verbessert. „Wer aus Schaden lernt und transparent an der Verbesserung des Datenschutzes mitwirkt, kann auch als Unternehmen aus einem Hackerangriff gestärkt hervorgehen. Der Geschäftsführer der Knuddels GmbH & Co. KG, Holger Kujath, sagte: „Der Hackerangriff war eine echte Belastungsprobe für Knuddels.“ Es sei sofort klar gewesen, dass das Vertrauen der Nutzer nur mit einer transparenten Kommunikation und einer sofort spürbaren Verbesserung der IT-Sicherung zurückzugewinnen sei. „Knuddels ist nun sicherer denn je.“

Knuddels hat nach eigenen Angaben mehr als zwei Millionen registrierte Mitglieder. Seit dem Mai sind neue, europäische Datenschutzregeln in Kraft, die in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) festgelegt wurden. Sie sehen bei Verstößen Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder - im Falle eines Unternehmens - ein Bußgeld von bis zu vier Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes vor.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Instagram-Profile werden sich verändern. Das Soziale Netzwerk will in den nächsten Wochen verschiedene mögliche Versionen testen. Dabei fällt auf: Die Follower werden wohl weniger prominent platziert. Das erste Anzeichen eines Kulturwandels?

22.11.2018

Collien Ulmen-Fernandes glänzt als Erziehungsexpertin in der ZDFneo-Reportage „No More Boys and Girls“ und prangert Geschlechterstereotypen an. Die Doku läuft am Donnerstag.

22.11.2018

Der Amsterdam-Krimi „Tod in der Prinzengracht“ mit Hannes Jaenicke ist ein knallharter Thriller über Vertrauen und Misstrauen in der verdeckten Polizeiarbeit. Start der neuen Reihe ist am Donnerstag.

22.11.2018