Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Medien Neue Reihe im Ersten: „Der Amsterdam-Krimi“ startet am Donnerstag
Nachrichten Medien Neue Reihe im Ersten: „Der Amsterdam-Krimi“ startet am Donnerstag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:54 22.11.2018
In Amsterdam tritt Hannes Jaenicke als neuer Ermittler an. Quelle: Martin Valentin Menke/ARD Degeto/dpa
Amsterdam

Jetzt ist also auch Amsterdam dran. Nach Städten wie Athen, Barcelona, Bozen, Lissabon und Zürich kommt für den Donnerstags-Krimi im Ersten bald außerdem noch Prag (am 6. Dezember) dazu. Ermittelt wird auch in Kroatien, auf Usedom und demnächst in Irland (Frühjahr 2019). Und das ist nur eine Auswahl an ARD-Krimis, die in bestimmten Städten oder Regionen spielen. Am Donnerstag (22. November) startet im Ersten um 20.15 Uhr die neue Reihe „Der Amsterdam-Krimi“. Die erste Folge heißt „Tod in der Prinzengracht“, die zweite, darauf aufbauende „Auferstanden von den Toten“ genau eine Woche darauf. Die Verbrecher jagt Hannes Jaenicke (58) als LKA-Ermittler Alex Pollack.

Es geht gleich lautstark los: Am Amsterdamer Zentralbahnhof provoziert Pollack, der dort verdeckt ermittelt, eine Schießerei, um seine Kollegin Katja Wolf (Alice Dwyer) zu schützen. Wenig später wird deutlich, dass auch private Gründe dafür eine Rolle spielen, hat er doch eine Beziehung mit ihr, die geheim bleiben soll. Auch deshalb, weil sie angesetzt war auf den Mafiaboss Koning (Raymond Thiry) und als Hauptverdächtige gilt für den Mord an einem Amsterdamer Polizeikollegen.

Story beim Amsterdam-Krimi ist undurchsichtig

Seit einiger Zeit arbeitet sie – getarnt als Isabel Baumann – für die Reederei von Tom Fischer (richtig fies: Sascha Alexander Geršak), der nebenbei als Drogenkurier tätig ist und ihr einen Heiratsantrag macht. Da sie mit einem Sender ausgestattet ist, ist sie ständig mit Pollack verbunden. Er muss das mit anhören – ebenso, wie Fischer sie plötzlich verschleppt und scheinbar erschießen lässt; er hatte ihr Spiel durchschaut.

Der Durchblick fällt dem Zuschauer deutlich schwerer, denn Pollack arbeitet zunächst sogar völlig verdeckt, also ohne Wissen seines Chefs und ohne die nötige Information an den holländischen Polizeirat Bram de Groot (sehr authentisch: Fedja van Huet). Irgendwann arbeiten die beiden dann aber doch zusammen – ob das alles einer realistischen und sachlichen Ermittlungsarbeit entspricht, sei dahingestellt. Das große Thema des Filmes ist: Vertrauen und Misstrauen.

Hannes Jaenicke: Amsterdam-Reihe ist ein Thriller

Hannes Jaenicke arbeitet gerade an einer neuen ZDF-Reportage über das Aussterben einheimischer Sing- und Zugvogel. Zu seiner neuen Rolle als Ermittler sagte er der Deutschen Presse-Agentur: „Auch wenn die Reihe „Krimi“ heißt, ist unser Film ein reiner Thriller. Es geht weniger um den Krimidenksport à la „Wer hat diese Leiche auf dem Gewissen?“ als vielmehr um Nervenkitzel und Suspense“. Außerdem drehe sich der Film um eine verbotene Liebesgeschichte, was in der gern kritisierten Krimiflut eher selten sei.

Das mag schon sein. Der „Urbino-Krimi“ im Ersten mit Jaenicke wurde 2016 eingestellt. Diesmal ist das wohl nicht zu befürchten, denn der Film entpuppt sich zunehmend als knallhart (Regie: Michael Kreindl), zeigt gute Schauspieler, ist spannend erzählt, bietet genügend Action mit raffiniert eingebauten Rückblenden und so gut wie keine touristische Postkartenidylle. Dafür ist Jaenickes Gesicht sehr oft in Großaufnahme zu sehen, ebenso wie versteckte Mikros oder scheinbar zufällige Geheimtreffen im Reichsmuseum oder auf einem Hausboot. Klischees werden im neuen „Amsterdam-Krimi“ nicht überstrapaziert. Die Zuschauer lernen, dass die Bewohner der Stadt üblicherweise keine Holzschuhe tragen – und gekifft wird auch nicht.

Von dpa / RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf der Webseite von Amazon sind kurz vor dem „Black Friday“ unbeabsichtigt die Daten mehrerer Kunden veröffentlicht worden. Eine Email, die über das Leck informierte, stieß bei betroffenen Kunden auf viel Kritik.

23.11.2018

VR-Brillen, die lebensnahe Parallelwelten in der virtuellen Realität erschaffen, gibt es schon länger. Google hat ein Patent auf VR-Rollschuhe angemeldet, damit sich Spieler fast komplett frei im Raum bewegen können.

21.11.2018

Der Spritpreis in Deutschland steigt und das erhitzt die Gemüter. In einem WhatsApp-Kettenbrief wird nun zum Protest gegen die hohen Benzin- und Dieselpreise aufgerufen.

21.11.2018