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Medien Nutzer sollen im Kampf gegen Fake News helfen
Nachrichten Medien Nutzer sollen im Kampf gegen Fake News helfen
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18:48 20.01.2018
Mark Zuckerberg setzt im Kampf gegen Fake News künftig auf die Hilfe der Nutzer. Quelle: dpa
Menlo Park

Facebook setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen Fake News: Mithilfe der Nutzer möchte das Unternehmen die Quellen von falschen Nachrichten schneller aufdecken und so die Verbreitung frühzeitig verhindern. „Als Teil unserer laufenden Qualitätsüberprüfungen werden wir die Leute nun fragen, ob sie eine Nachrichtenquelle kennen - und wenn ja, ob sie ihr vertrauen“, erklärte Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Die Idee dahinter sei, dass manchen Medien nur ihre Leser und Zuschauer vertrauten. Anderen Medien jedoch werde quer durch die Gesellschaft vertraut, selbst von jenen, die ihnen nicht direkt folgten.

Facebook selbst will nicht über wahr oder unwahr entscheiden

„Es gibt zu viel Sensationsgier, Falschinformationen und Polarisierung heute in der Welt“, schrieb Zuckerberg. „Soziale Medien erlauben es Menschen, Informationen schneller als zuvor zu verbreiten, und wenn wir diese Probleme nicht konkret angehen, werden wir sie am Ende verstärken“, räumte er ein. Facebook selbst wolle nicht entscheiden, was stimme und was nicht, bekräftigte er die bisherige Position des Unternehmens.

Änderungen ab kommender Woche

Facebook war vor allem wegen der Flut gefälschter Nachrichten während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 in die Kritik geraten und versucht seit langem, das Problem einzudämmen. In einem ersten Lösungsversuch arbeitete das Online-Netzwerk mit Medien-Organisationen zusammen, die zweifelhafte oder falsche Berichte mit Warnhinweisen versahen. Die Facebook-Gemeinschaft zu fragen, sei aber die objektivere Lösung, schrieb Zuckerberg nun. Die Änderungen sollen bereits ab der kommenden Woche in den USA eingeführt werden.

Newsfeed soll wieder familienfreundlicher werden

Das Online-Netzwerk hatte vergangene Woche bereits Veränderungen angekündigt, mit denen im Newsfeed der Nutzer - der Hauptansicht von Facebook - mehr Beiträge von Freunden und Verwandten und weniger von Medien und Unternehmen auftauchen sollen. Zuckerberg bezifferte am Freitag erstmals den erwarteten Effekt: Facebook rechne damit, dass Nachrichten danach vier Prozent des Newsfeeds ausmachen werden statt zuvor fünf Prozent.

Zugleich sollen Inhalte von Medien und Firmen, über die im Freundeskreis diskutiert wird, höher gewichtet werden. Beobachter wiesen darauf hin, dass dadurch auch kontroverse falsche Berichte in der Ansicht höher gespült werden könnten. Mit der nun vorgenommenen zweiten Anpassung, die Nachrichtenquellen nach Vertrauenswürdigkeit staffeln soll, könnte Facebook dieser Befürchtung entgegentreten. Auch jetzt wurden allerdings Stimmen laut, die vor einer ideologisierten Manipulation des Verfahrens warnten, zum Beispiel angesichts der verhärteten Fronten zwischen Liberalen und der Rechten in Amerika.

Von RND/dpa

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