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Medien Amazon und Co.: EU verlangt mehr Sicherheit beim Online-Shopping
Nachrichten Medien Amazon und Co.: EU verlangt mehr Sicherheit beim Online-Shopping
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11:06 11.03.2019
Viele Onlinehändler befürchten aufgrund schärferer Sicherheitscheck einen Umsatzeinbruch. Quelle: Jens Büttner/dpa
Frankfurt

Internet-Shopper wissen, wie nervig Kontrollen vor dem Bezahlvorgang sein können. Code-Generatoren, Fingerabdruck-Tests oder TAN-Verfahren machen das Einkaufen im Netz komplizierter – aber auch sicherer.

Eine EU-Zahlungsdiensterichtlinie verpflichtet die Onlinehändler ab dem 14. September dazu, bei Kreditkartenzahlungen eine zusätzliche Sicherheitshürde einzubinden – Kreditkartennummer, Verfallsdatum und Sicherheitscode reichen dann als Angaben nicht mehr aus. Das sind Sicherheitsdienste wie „Verified by VISA“, bei der Kunden bei Online-Bestellungen eine zusätzliche TAN eingeben müssen.

Onlinehändler befürchten abschreckende Wirkung

Diese zusätzlichen Checks sind bei Onlinehändlern unbeliebt: „Die meisten Händler verzichten auf diese für Kunden komplizierte Absicherung“, sagte Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland HD, gegenüber welt.de.

Denn: Was besonders bei Kreditkartenkäufen der Kundenidentifikation dienen soll, schreckt viele Internetshopper ab – bis hin zum Abbruch des Bestellvorgangs. Das ist zumindest die Befürchtung von vielen Onlinehändlern. „Es ist zu befürchten, dass die Verbraucher die neuen, recht komplizierten und fremden Verfahren wenig nutzen werden“, argumentierte Gerth.

Seit 2018: Keine Entgelte mehr für Kreditkartenzahlungen

Die EU hat dem Onlinehandel bereits Anfang 2018 schärfere Regeln für die Zahlungsmodalitäten im Netz verordnet: Seitdem dürfen die Händler keine Gebühren mehr für Kreditkartenzahlungen erheben.

Auch Online-Banking-Nutzer müssen ab September mit mehr Sicherheitskontrollen rechnen. Eine TAN-Eingabe ist etwa dann schon notwendig, wenn Nutzer nur den Kontostand checken wollen.

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Von Jörn Zahlmann/RND

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