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Medien Sein Buch „Kaffee und Zigaretten“ über Depressionen erobert die Spitze
Nachrichten Medien Sein Buch „Kaffee und Zigaretten“ über Depressionen erobert die Spitze
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15:43 13.03.2019
Mit seinem bisher persönlichsten Buch „Kaffee und Zigaretten“ eroberte Ferdinand von Schirach jetzt die Spitze der Spiegel-Bestsellerliste. Quelle: dpa
Hamburg

Wenn man die Werke von Ferdinand von Schirach („Terror“, 55) kurz vorm Einschlafen liest, kann es gut sein, dass man noch Stunden wachliegt. Nüchtern und sachlich schildert der Jurist die Abgründe menschlicher Seelen – oft ohne erlösendes Happyend. Waren seine Bücher und Kurzgeschichten in der Vergangenheit meist stark verfremdet, schildert von Schirach in seinem neuesten Erzählband „Kaffee und Zigaretten“ unter anderem seinen jahrelangen Kampf gegen Depressionen. Gleich im ersten Kapitel geht es um seinen ersten Selbstmordversuch im Alter von 15 Jahren. Den überlebte er nur, weil er vergessen hatte, die Schrotflinte seines Vaters mit Patronen zu füllen. Solche fesselnden Schilderungen gefallen vielen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass „Kaffee und Zigaretten“ in der zweiten Woche bereits den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste erobert hat.

Depressionen zeigen sich bei jedem anders

Ende Februar hatte von Schirach in der Talkshow von Markus Lanz über seine langjährige Krankheit gesprochen: „Depression hat nichts mit Niedergeschlagenheit zu tun. Oder mit Traurigkeit.“ Es sei eine spezielle Disposition im Gehirn, die sich bei jedem anders zeige, erklärte der Autor. „Bei mir etwa ist es das Gefühl, als würde ich in einem Zimmer liegen und von der Decke beginnt, Öl zu tropfen, und man sinkt gleich in das Öl ein.“

Von Thomas Kielhorn

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