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Medien Netflix steigt bei ORF-Serienthriller „Freud“ ein
Nachrichten Medien Netflix steigt bei ORF-Serienthriller „Freud“ ein
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14:05 08.07.2018
Spezialist für Schock und Grusel: Regisseur Marvin Kren bei der Vorstellung der zweite Staffel seiner Gangsterserie „4 Blocks“ im Zoopalast der Berlinale. Quelle: picture alliance / Geisler-Fotop
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Wien

Sogar die gestrenge „New York Times“ war 2013 einigermaßen beeindruckt von Marvin Krens Horrorfilm „Blutgletscher“. Kleines Budget, großer Schrecken. Nachdem nahe einer alpinen Wetterstation seltsam rostrot gefärbtes Eis gefunden wurde, taucht umgehend mutiertes Gefleuch auf, riesige Insekten, von denen man besser nicht gestochen wird. Für die „NYT“ war Krens „Blutgletscher“ der „enjoyable“ Gegenentwurf zu dem leisen Grauen, das sein Landsmann Michael Haneke in seinen Filmen entfaltete.

Historisch unbelegt: Der Vater der Psychoanalyse jagt Serienmörder

So ist Kren auch nicht fehl auf dem Regiestuhl der vom ORF in Auftrag gegebenen Thrillerserie „Freud“. Erzählt soll in der achtteiligen Serie laut Österreichischem Rundfunk (ORF) von dem jungen Sigmund Freud werden, der im Jahr 1886 als Kriminalpsychologe einen Serienmörder durch ein gruseliges Wien jagt.

An seiner Seite stehen bei den Ermittlungen der Kriegsveteran und Polizist László Kiss und das Medium Fleur Salomé. Die biografische Akkuratesse dieser Geschehnisse ist verschwindend gering, der Unterhaltungsfaktor könnte jedoch enorm hoch sein. Findet zumindest der Streamingdienst Netflix, der die Ausstrahlung außerhalb Österreichs übernehmen will.

Der Regisseur wuchs „unter der Originalcouch Freuds“ auf

TV-Erfahrung sammelte Kren schon mit dem Gangster-Epos „4 Blocks“. Und einen persönlichen Bezug hat er auch zum Handlungsort: „Ich bin sozusagen unter der Originalcouch von Sigmund Freud groß geworden – sprich: aufgewachsen im selben Bezirk in Wien, in dem er seine Praxis hatte“, zitiert ihn die Website des Ko-Produzenten Bavaria Fiction in München.

„Sich eine Welt vorzustellen, in der das ‚Selbst‘ noch ein blinder Fleck auf der Landkarte der Erkenntnis war – die Zeit vor Sigmund Freud also –, macht für mich den ungeheuren Reiz und die Herausforderung dieser Serie aus. Ich möchte mit ‚Freud‘ eintauchen in die finsteren Gassen Wiens vor der Jahrhundertwende, und darin das Spiegelbild des Labyrinths der menschlichen Seele entdecken, das ihn zu seinem Lebenswerk inspiriert hat. Abgründig, schillernd und gefährlich!“

Die Serie soll 2019 fertig vorliegen. Über die Darsteller ist bislang noch nichts bekannt.

Von Matthias Halbig / RND

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