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Medien Spaß in Dosen: “GNOG“ im Spieletest
Nachrichten Medien Spaß in Dosen: “GNOG“ im Spieletest
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12:03 12.08.2018
Kurztrip in eine merkwürdige, charmante Fantasiewelt: “GNOG“ bietet für wenig Geld liebevoll gestaltete Rätselunterhaltung. Quelle: Double Fine Productions
Leipzig

Streng genommen ist “GNOG“ ein Puzzlespiel, das sich so lebensnah anfühlen kann wie ein Zauberwürfel in der Hand. Oder noch lebendiger – denn in diesen Würfeln hausen Menschen, Frösche und Monster. Das Spiel besteht aus einer Galerie neun verschiedener Monsterköpfe. Nacheinander können Spieler die Köpfe betrachten, mit dem Mauszeiger an ihnen herumdrücken.

Das klingt grausig, ist es aber nicht, denn die vermeintlichen Schädel sehen eher nach bunten Frühstücksdosen aus, und jede versteckt eine kleine Themenwelt. Mal geht es um Wohnungen, mal um U-Boote, mal um Raumschiffe.

Ganz am Anfang schwebt beispielsweise eine Art Froschkopf vor den Spielern, mit Schraubenmutteraugen und einem eckigen Kopf. Der Frosch will einen Schmetterling fangen. Nach leichtem Herumdrücken und -schieben klappt der Kopf auf der Rückseite auf, und Spieler sehen einen kleineren Frosch im Froschkopf, der hungrig auf seinem Bett herumhüpft.

Knöpfe drücken, Rädchen drehen

Indem Spieler Knöpfe und Rädchen entdecken und betätigen, lösen sie das Rätsel – aber sie erzählen auch eine kleine Geschichte vom hungrigen Frosch. Wenn Spieler das Rätsel erstmals entdecken, brauchen sie dafür vielleicht eine Viertelstunde. Wer die Rätsel kennt, kann die Geschichte in ein bis zwei Minuten abhaken. Dann warten noch acht weitere Schachtelköpfe.

“GNOG“ ist ein günstiges und ungewöhnliches Spiel. Jedes Kästchen folgt einem Thema. Am meisten Spaß macht es, einfach damit zu spielen. Wer die Rätsel möglichst schnell lösen will, erlebt Frust. Nicht immer gibt es Hinweise, wie es weitergeht.

Charmante Fantasiewelt

Das Ausprobieren, die niedlichen Animationen und Soundeffekte sind ein wesentlicher Reiz des Spiels, die Rätsel hingegen eher simpel. Aber wer mit offenen Augen an die Monster herantritt, entdeckt immer etwas Neues. Der Musikkopf ist beispielsweise ein wunderbares Instrument, um neue Loops zu kreieren.

Auf verschiedenen Plattformen ist “GNOG“ bereits erschienen. In Virtual-Reality-Versionen wirken die Kisten besonders lebendig, aber da fühlt sich die Steuerung so unpräzise an, dass es schnell frustrierend wird.

Neu eingetroffen ist es auf dem PC, und mit der Maus klappt es besser. Hier funktioniert es wunderbar als Kurztrip in eine merkwürdige, charmante Fantasiewelt.

“GNOG“ ist auf iOS, PC und Playstation 4 für 5 bis 15 Euro erhältlich. Es gibt keine Altersbeschränkung.

Von Jan Bojaryn

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